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Tipps: Gedränge in Nordschleswigs Wäldern vermeiden

Tipps: Gedränge in Nordschleswigs Wäldern vermeiden

Tipps: Gedränge in Nordschleswigs Wäldern vermeiden

Apenrade/Aabenraa
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Wie hier den Draved Skov bei Dravit/Draved gibt es überall in Nordschleswig Wälder, die noch nicht überlaufen sind. (Archivfoto) Foto: Karin Riggelsen

Soziale Distanz ist angesagt. Doch wohin, wenn der Stadtwald voller Spaziergänger ist? Gar nicht weit der ausgetrampelten Pfade gibt es einige Natur-Geheimtipps in Nordschleswig. Eine Liste.

Wer die Einsamkeit sucht, der geht gerne mal eine Runde im Wald spazieren. Doch dieser Tage kann es da, auch bei uns in Nordschleswig, ziemlich voll werden. Denn in Coronazeiten ist der Waldspaziergang eine beliebte Auszeit, gerade für die Städter.

Einige Spazierpfade sind besonders bekannt und deshalb derzeit auch fast schon überfüllt – zumindest aus der Sicht derer, die nicht nur frische Luft schnappen, sondern sich auch an die Empfehlungen der Gesundheitsbehörden halten wollen.

Besonders voll ist es derzeit zum Beispiel in den stadtnahen Wäldern wie Dyrehave in Hadersleben, den Wäldern rund um Apenrade und Gravenstein und dem Sønderskov in Sonderburg.

Die Naturbehörde Nordschleswig rät deshalb dazu, neue Wege einzuschlagen und neue Pfade zu gehen. Es gibt viel zu entdecken, sagt die Naturberaterin Trine Sørensen und gibt vier Tipps für alle, die neue Aussichten suchen.

Bollerslebener Wald
Der Natur wird im Wald von Bollersleben ihr Lauf gelassen. Foto: Naturstyrelsen

1. Bolderslev Skov

Der Wald bei Bollersleben/Bolderslev bietet sich als Alternative für die Apenrader an. Der Wald kann mit dem Rad und mit dem Auto erreicht werden und ist ein echter Naturwald, wo umgestürzte Bäume liegen bleiben und in den Kreislauf der Natur eingehen.

In dem Wald gibt es besonders viele wilde Linden, außerdem seltene Tiere und Pflanzen, zum Beispiel Bergsalamander und Orchideen. Durch den Wald führen Trampelpfade und Hinweisschilder, ein Schild am Eingang bietet Orientierung. Der Parkplatz befindet sich in Höhe von Bolderslevskovej 55.

Genau zwischen Apenrade und Hadersleben liegt der Wald Hytterkobbel. Foto: Naturstyrelsen

2. Hytterkobbel

Der Wald Hytterkobbel Skov liegt zwischen Hadersleben/Haderlsev und Apenrade/Aabenraa. Es gibt zahlreiche Wasserstellen und Feuchtgebiete. Im Wald und rundherum gibt es markante Erdwälle und viele alte Grenzsteine, im westlichen Teil gar Reste eines Ringwalls. Der Rotmilan zieht hier seine Brut auf. Parkplätze finden sich an den drei Eingängen am Skovby Skovvej, am Gennervej und am Hoptrupvej.

Klein, aber fein: Der Rumohrsgård Dyrehave auf Alsen. Foto: Naturstyrelsen

3. Rumohrgård Dyrehave

Auf Alsen/Als bietet sich dieser Wald als Alternative an. Nordöstlich von Augustenburg/Augustenborg gelegen, gehörte er einst zum Herrenhaus Rumorhsgård und wurde im 18. Jahrhundert unter anderem als Tiergarten mit ausgesetztem Wild genutzt. Hier gibt es einige kulturhistorische Sehenswürdigkeiten, zum Beispiel Langbetten aus der Steizeit. Ein Bach schlängelt sich durch den Wald und es gibt drei alte Fischzuchtanlagen zu bestaunen, die wahrscheinlich für die Karpfenzucht genutzt wurden. Aus der Bronzezeit ist ein bearbeiteter Fels auf einer Anhöhe zu sehen, einer der besterhaltensten seiner Art in Dänemark. Auch der idyllische See Karsesø ist zu bestaunen. Der kleine Wald ist über den Skovvej in Hundsleben/Hundslev zu erreichen.

Schottsbüller Wald
Schöne Aussicht vom noch jungen Wald in Schottsbüll Foto: Naturstyrelsen

4. Skodsbøl Skov

Bei Schottsbüll/Skodsbøl, unweit von Gravenstein/Gråsten und Sonderburg/Sønderborg findet sich dieser Wald, der erst in den 1990er Jahren angelegt wurde. Hier gibt es auch saftige Wiesen, auf denen im Sommer die Wildtiere grasen. Hier wachsen wilde Orchideenarten und östlich gibt es einen Teichfroschbestand. Der Zugang über den Parkplatz liegt an der Skovgade in Ekensund/Egernsund.

Weitere Spazier- und Wanderrouten sind auf der Internetseite der Naturbehörde zu finden: naturstyrelsen.dk

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