Energie

Venstre-Politiker: Regierung sollte Strommast-Pläne verwerfen

jt
Nordschleswig
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Foto: Volker Heesch

Eine 175 Kilometer lange Stromtrasse an der Westküste soll in der Erde verlegt werden. Das meinen mehrere Venstre-Politiker.

Die geplante Stromtrasse von Holstebro bis an die deutsch-dänische Grenze sollen in der Erde verleget werden. So lautet der Anspruch einer steigenden Zahl von Venstre-Politikern. Das Geld für ein solches Vorhaben könne durch eine Senkung der Stromabgaben, die im neuen Entwurf zur Energiepolitik präsentiert wurden, freigemacht werden.

Die Mehrkosten einer Stromtrasse, die in der Erde verlegt wird, anstatt in Masten installiert zu werden, liegen zwischen 3,4 und 7,6 Milliarden Kronen, so der staatliche Netzbetreiber Energinet. Doch diese Mehrkosten sind eine gute Investition, meinen die beiden früheren Venstre-Minister Carl Holst und Hans Christian Schmidt. Holst hat mehrere Vorschläge zur Finanzierung: „Statt die Stromabgaben um die geplanten 25 Öre zu senken, könnte man sich auf 23 Öre festlegen. Auch eine Verlängerung des Abschreibungszeitraumes wäre eine Möglichkeit“, so Holst zur Nachrichtenagentur Ritzau.

Der dänische Energie- und Klimaminister Lars Christian Lilleholt hat bisher jegliche Änderungen der bestehenden Projektpläne aus 2016 zurückgewiesen. Demnach sollen 500 Strommasten mit einer Höhe von 35 Metern an der südjütischen und nordschleswigschen Westküste installiert werden. Alle Parteien, bis auf die Einheitsliste und die Alternative, des Parlaments haben für diese Pläne gestimmt, die das Stromnetz verstärken soll. Doch nachdem die Kritik gegen das Projekt zunahm, hat Lilleholt die Parteien in der vergangenen Woche zu Gesprächen eingeladen.

Darüber freut sich Venstres naturpolitische Sprecherin, Ani Matthiesen. „Es wäre eine Katastrophe für die Natur, wenn man Hochspannungsleitungen in Strommasten installiert“, so Matthiesen.

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