Eishockey

Steffen Frank lässt SønderjyskE in der Verlängerung jubeln

Jens Kragh Iversen
Jens Kragh Iversen Sportredaktion
Rødovre
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Foto: Thomas Sjørup/Ritzau Scanpix

Die Eishockeyspieler von SønderjyskE haben im Playoff-Viertelfinale um die dänische Meisterschaft nach einem 0:2-Rückstand den 2:2-Ausgleich erzwungen.

Steffen Frank löste nach 92 Sekunden der Verlängerung einen Jubelsturm bei den vielen mitgereisten SønderjyskE-Fans unter den 2.700 Zuschauern in der Rødovre Skøjte Arena aus, als er das entscheidende Tor zum 2:1-Sieg erzielte.

Für SønderjyskE war es eine späte Erlösung. Die Hellblauen hatten zuvor lange große Probleme, die optische Überlegenheit in Tore umzusetzen. Der Titelanwärter hat sich aber völlig verdient wieder ins Rennen um das Halbfinal-Ticket gebracht und wieder die Favoritenrolle übernommen.

Es hat den Anschein, dass Rødovre langsam die Kräfte ausgehen. Die Mighty Bulls wirkten schon im Schlussdrittel von Spiel drei in Woyens müde, und diese Müdigkeit schlich sich in Spiel vier schon ein bisschen früher ein, doch ein jämmerliches Powerplay und fehlende Effektivität vor dem gegnerischen Tor verhinderten, dass die Gäste davon profitieren konnten.

Die ersten 25 Minuten waren noch eine ausgeglichene Angelegenheit, mit leichten Vorteilen für SønderjyskE, aber nur mit wenigen klaren Torchancen. Das änderte sich nach der Rødovre-Führung durch ein Überzahl-Tor in der 27. Minute. Danach spielte im Mitteldrittel nur noch eine Mannschaft. SønderjyskE machte mächtig Druck, schnürte den Gegner ein und wurde mit dem Ausgleich belohnt, als Anders Biel sein erstes Playoff-Karriere der noch jungen Karriere erzielte.

„Wir können ja nicht von den jungen Leuten wie Madsen, Biel und Borring erwarten, dass sie alles rumreißen“, hatte Mario Simioni nach dem ersten Gastspiel in Rødovre gesagt, doch das erst 17-jährige Eigengewächs hatte offenbar nicht zugehört. Geschickt lenkte Biel den Schuss von Kyle Wharton ins Tor ab.

SønderjyskE war auch im Schlussdrittel die überlegene Mannschaft, machte sich aber immer wieder selbst das Leben schwer. Mit drei Hinausstellungen nahm man sich selbst den Wind aus den Segeln. Eine müde Rødovre-Mannschaft verlor am Ende die Schussstatistik mit 17:35, rettete sich aber in die Verlängerung. Hier war es ein Spiel auf ein Tor. Steffen Frank nutzte nach 92 Sekunden bereits die dritte dicke SønderjyskE-Chance zum Siegtreffer.

Der fünfte Akt der Viertelfinal-Serie steigt am Sonntag ab 17.15 Uhr in der Woyenser Frøs Arena.

Rødovre Mighty Bulls - SønderjyskE (0:0,1:1,0:0) 1:2 n.Verl.

1:0 Julius Nyqvist (26:43/5 gegen 4), 1:1 Anders Biel (36:18/Ass.: Kyle Wharton, Daniel Galbraith), 1:2 Steffen Frank (61:32).

Zeitstrafen: RMB 4x2 – SE 7x2 Minuten. Schiedsrichter: Jacob Grumsen/Vernon Hofferd. Zuschauer: 2.700.

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