Eishockey

Zum Abschluss fehlte die Kraft

Zum Abschluss fehlte die Kraft

Zum Abschluss fehlte die Kraft

Woyens/Vojens
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Patrick Galbraith hatte gegen seinen Ex-Klub aus Nottingham nicht seinen besten Tag und wurde ausgewechselt. Foto: Finn Poulsen

Die Luft war am Ende raus. Die Eishockeyspieler von SønderjyskE hatten mit zwei Siegen aus den ersten beiden Spielen das Ticket für die Finalrunde des Continental Cups bereits gebucht und waren beim dritten Spiel innerhalb von 48 Stunden  nicht mehr in der Lage, den gleichen Erfolgshunger wie der Gegner aufzubringen.

Die Nottingham Panthers mussten unbedingt punkten, um als zweite Mannschaft in die Finalrunde einzuziehen, und konnten SønderjyskE vor 2.639 Zuschauern in der Woyenser Frøs Arena mit 4:2 in die Knie zwingen.

Für SønderjyskE stand nur noch der erste Tabellenplatz und ein paar Tausend Euro an Prämien auf dem Spiel. Das Bemühen konnte man den Hellblauen nicht absprechen, doch es war nicht der Kraftakt der ersten beiden Tage. Es fehlten zumindest in der ersten Hälfte der Partie in allen Belangen die letzten Prozentpunkte, im Gegensatz zu den Briten, die mit viel Körpereinsatz und Biss dem Gegner lange Zeit den Schneid abkauften.

Im ersten Drittel verhinderte der Pfosten nach einem Bilderbuch-Angriff und einem Schuss von Josh MacDonald, dass es nach dem frühen 0:1-Rückstand 1:1 beim ersten Seitenwechsel hieß. Zu Beginn des zweiten Drittels befand SønderjyskE sich im Tiefschlaf. Die Nottingham Panthers konnten mit drei Toren innerhalb von fünf Minuten für die Vorentscheidung sorgen. Torwart Patrick Galbraith schlich nach dem vierten Gegentreffer seines Ex-Klubs vom Eis. Der ehemalige Nationaltorwart war im Sommer 2018 von den Nottingham Panthers zu SønderjyskE zurückgekehrt.

Galbraith war keineswegs Schuld an dem 0:4-Rückstand, doch durch den Torwartwechsel ging ein Ruck durch die SønderjyskE-Mannschaft, die sich gegen ein drohendes Debakel stemmte und auch für die Leistungssteigerung belohnt wurde.

Phil Lane und Mads Lund sorgten mit ihren Toren für neue Hoffnung, doch es fehlten die Kraftreserven, um die Partie gegen die Briten noch einmal zu kippen.


SønderjyskE - Nottingham Panthers (0:1,1:3,1:0) 2:4

0:1 Brett Perlini (2:45), 0:2 Julian Talbot (23:09), 0:3 Karl Adam Deutsch (26:35), 0:4 (27:41/4 gegen 3), 1:4 Jason Desantis (38:52/Ass.: Konsta Mäkinen), 2:4 Mads Lund (41:38/Ass.: Anders Førster, Martin Eskildsen).
Zeitstrafen: SE 6x2 – Nottingham 7x2 Minuten.
Schiedsrichter: Miroslaw Iarets (Weißrussland)/Miklos Haszonits (Ungarn).
Zuschauer: 2.639.

Die Abschlussabelle:
1. Nottingham   3 10:7 6
2. SønderjyskE   3 8:6 6
3. Amiens     3 8:8 3
4. Ferencvaros   3 5:10 3

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