Eishockey

Der Hunger von Galbraith ist nicht gestillt

Der Hunger von Galbraith ist nicht gestillt

Der Hunger von Galbraith ist nicht gestillt

Woyens/Vojens
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Patrick Galbraith war in Herlev ein sicherer Rückhalt seiner Mannschaft. Foto: Thomas Sjørup/Ritzau Scanpix

Patrick Galbraith hat in der laufenden Saison mit SønderjyskE noch einiges vor und denkt noch nicht ans Karrierreende.

Eine nicht immer muntere Achterbahnfahrt ist die laufende Saison für die Eishockey-Mannschaft von SønderjyskE gewesen, aber auch für deren Torwart. Patrick Galbraith hat nicht immer das hohe Niveau früherer Tage erreicht und war in einigen Spielen ein Schatten seiner selbst.

Der 34-Jährige, der 2019 noch seine zehnte und letzte Weltmeisterschaft für Dänemark spielte, hat sich aber wie seine Vorderleute wieder aufrappeln können. SønderjyskE konnte nach dem 2:6-Debakel gegen Herning drei Spiele in Folge gewinnen und der langjährige Nationaltorwart ist von der offiziellen Liga-Webseite „metalligaen.dk“ in die Mannschaft der Woche berufen worden.

Zehn Weltmeisterschaften absolvierte Patrick Galbraith für Dänemark. Foto: Karin Riggelsen

„Es ist schwer gewesen, die richtigen Takte zu finden. Das gilt für die Mannschaft und auch für mich. Wir haben uns an guten Tagen nicht mit Siegen belohnt, und das hinterlässt Spuren in Sachen Selbstvertrauen. Wir haben Kratzer abbekommen, und so lässt man als Torwart auch Mal Schüsse passieren, die man an guten Tagen gehalten hätte. Wir dürfen auch nicht vergessen, dass wir sehr viele Ausfälle gehabt haben und andere Sonderschichten schieben mussten. So entsteht auch mal eine Serie von acht Niederlagen“, sagt Patrick Galbraith zum „Nordschleswiger“.

Mit zwei Siegen in Herlev sowie einem Heimsieg gegen Frederikshavn bewegen sich die Hellblauen wieder in die richtige Richtung und gehen guten Mutes ins Heimspiel am Dienstag ab 19 Uhr gegen den Tabellenzweiten Aalborg Pirates, auch weil die verletzten Spieler sich langsam wieder zurückmelden.

„Wir haben über den Jahreswechsel hinweg viel darüber gesprochen, dass wir nicht nur über den Kampf zum Erfolg, sondern auch mit Köpfchen. Wir haben technisch und taktisch gut gearbeitet. Das sah beim Training sehr gut aus, doch gegen Herning sprang eine schallende Ohrfeige heraus. Wir haben die Blutung stoppen können und haben jetzt dreimal in Folge gewonnen, auch weil der Puck auch mal in die richtige Richtung gesprungen ist“, so Galbraith: „Wir haben jetzt zweimal innerhalb von einer Woche in Herlev gewonnen. Das ist nicht einfach. Und wir haben gegen Frederikshavn fantastisch gespielt. Das gibt uns den Glauben daran, dass wir es können, und mit dieser Überzeugung gehen wir auch ins Spiel gegen Aalborg. Es ist aber noch zu früh, an die Playoffs zu denken.“

Patrick Galbraith im WM-Viertelfinale 2010 gegen Schweden. Foto: dpa

Der 34-Jährige war im Sommer 2018 nach einer langen Auslands-Karriere in seine Heimatstadt zurückgekehrt und mit einem Dreijahresvertrag ausgestattet worden. Dieser läuft zum Saisonende aus.

„Eishockey ist mein Beruf und meine Leidenschaft. Ich habe ein Alter erreicht, wo ich nicht mehr Fünfjahrespläne schmiede, und ich entscheide ja als Spieler nicht alleine, wo ich spiele, aber ich bin voll und ganz darauf eingestellt, dass ich auch in der kommenden Saison Eishockeyspieler bin“, versichert Patrick Galbraith.

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