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Der erste Schritt aus der Krise

Der erste Schritt aus der Krise

Der erste Schritt aus der Krise

Hadersleben/Haderslev
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Artem Dovbyk spielte eine entscheidende Rolle, als SønderjyskE das Derby gegen Esbjerg fB drehen konnte. Foto: Claus Fisker/Ritzau Scanpix

Lange Zeit hatte es nach einer Verschärfung der Krise und einem bitteren Abstiegskampf ausgesehen, doch mit zwei späten Toren haben die SønderjyskE-Fußballer im Kellerduell gegen Esbjerg fB den lang ersehnten Befreiungsschlag geschafft. Joker Artem Dovbyk spielte beim hart erkämpften 2:1-Sieg die entscheidende Rolle.

Nach dem Schlusspfiff fielen sich die Hellblauen jubelnd in die Arme, als hätten sie mehr als drei Punkte geholt. Es war womöglich auch mehr als „nur“ drei Punkte, es könnte nach einer langen Talfahrt der erste Schritt aus der Krise und eine Wende sein. SønderjyskE hat zurück zu alten Tugenden und über den Kampf den Weg zum Erfolg gefunden.

Es musste aber erst der nächste Nackenschlag wegsteckt werden. Das Kellerduell war nur fünf Minuten alt, als wieder ein Rückstand verdaut werden musste. Ein vermeidbarer. Die Gastgeber verloren nach einem Freistoß-Pfiff, einer Fifty-Fifty-Entscheidung, ihren Fokus und beschwerten sich beim Schiedsrichter. Die Gäste bestraften die Unordnung in der Hintermannschaft von SønderjyskE mit dem frühen Führungstreffer.

Für das angekratzte Selbstvertrauen war der erneute Rückstand alles andere als Balsam. Der Arbeitseinsatz stimmte, der Auftritt war keineswegs so leblos wie in Randers, doch bei der mental angeschlagenen Mannschaft gab es weiter viele fußballerische Defizite.

Nach 90 Minuten ohne echte Torchance in Randers setzte sich die schwarze Serie auch in den ersten 45 Minuten gegen Esbjerg fort. Viel schlimmer war noch, dass es nicht zu erkennen war, von wo die Torgefahr kommen sollte.

Am Ball lief rein gar nichts zusammen. Es entwickelte sich ein fürchterliches Fußballspiel voller Zweikämpfe und Freistöße.

Foto: Claus Fisker/Ritzau Scanpix

Das Vorhaben, über gewonnene Zweikämpfe ins Spiel zu finden, trug erst in der zweiten Halbzeit Früchte.

Die SønderjyskE-Fans mussten bis zur 57. Minute auf den ersten gefährlichen Vorstoß in den gegnerischen Strafraum warten. Mart Lieder zielte weit am Tor vorbei, doch die halbe Torchance gab Auftrieb. Die Gastgeber waren besser aus der Kabine gekommen und setzten sich immer mehr in der gegnerischen Spielhälfte fest.

Gefährlich wurde es aber nur selten. Eine flache Flanke von Stefan Gartenmann brachte dann aber doch den Erfolg. Artem Dovbyk konnte in der 78. Minute aus spitzem Winkel den Bann brechen.

Die ukrainische Leihgabe vom FC Midtjylland war zuvor eingewechselt worden und sollte ein weiteres Mal eine entscheidende Rolle. Dovbyk wurde von seinem Gegenspieler umgerissen, als ein verkorkster Torschuss von Peter Christiansen vor seine Füße landete. Christian „Greko“ Jakobsen behielt die Nerven und verwandelte den fälligen Elfmeter eiskalt.

SønderjyskE - Esbjerg fB (0:1) 2:1

0:1 Mohammed Dauda (6.), 1:1 Artem Dovbyk (78.), 2:1 Christian „Greko“ Jakobsen (Foulelfmeter/85.)
SønderjyskE: Nikola Mirkovic – Stefan Gartenmann, Patrick Banggaard, Kees Luijckx, Jeppe Simonsen – Rilwan Hassan (75.: Danny Amankwaa), Mads Albæk, Eggert Jonsson, Christian „Greko“ Jakobsen – Marco Rojas (62.: Artem Dovbyk) – Mart Lieder (81.: Peter Christiansen).
Esbjerg fB: Jeppe Højbjerg – Daniel Anyembe, Rodolph Austin, Jeppe Brinch, Jesper Lauridsen – Mathias Kristensen,Jacob Lungi Sørensen, Lasha Parunashvili (90.: Adrian Petre), Joni Kauko – Mohammed Dauda (61.: Pyry Soiri), Yuri Yakovenko.
Rote Karten: Daniel Anyembe (85.), Rodolph Austin (90.)
Gelbe Karten: Patrick Banggaard, Christian „Greko“ Jakobsen (gegen Horsens gesperrt) , Artem Dovbyk – Joni Kauko, Mohammed Dauda, Rodolph Austin.
Schiedsrichter: Benjamin Willaume-Jantzen.
Zuschauer: 3.623.

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