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Viele Fragen und noch keine Antworten

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Hadersleben/Haderslev
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Nishant Tella und Andrew Ramsey neben SønderjyskE-Direktor Klaus Rasmussen auf der Tribüne im Sydbank Park. Foto: Karin Riggelsen

Zwei zentrale Mitarbeiter von SønderjyskE-Eigner Robert Platek befinden sich in diesen Tagen in Hadersleben und verschaffen sich einen Überblick. Die Öffentlichkeit ist in Sachen Pläne und Strategie noch nicht klüger geworden und muss sich gedulden, die SønderjyskE-Fans dürfen sich dem Vernehmen nach aber auf eine neue Spielweise einstellen.

Zwei US-Amerikaner saßen begeistert auf der Tribüne im Sydbank Park, als die SønderjyskE-Fußballer mit einem 3:1-Sieg gegen den FC Midtjylland den Einzug ins Pokalfinale perfekt machten. Seit Wochenbeginn sind Nishant Tella und Andrew Ramsey in Hadersleben gewesen und haben sich in dem nördlichsten Klub des kleinen Fußball-Imperiums von Robert Platek einen Überblick verschafft und zahlreiche Gespräche geführt.

Nishant Tella und Andrew Ramsey sind zwei zentrale Mitarbeiter von Robert Platek, die großes Vertrauen vom SønderjyskE-Eigner genießen und in der nahen Zukunft gemeinsam mit dem neuen CEO und Head of Player Development and Recruitment eine tragende Rolle in der sportlichen Entwicklung des alten und vielleicht auch neuen Pokalsiegers spielen werden.

Andrew Ramsey ist ein Datenanalytiker aus Philadelphia, Gründer und Präsident von AAR Analytics, der seit 2014 mit Leistungsdaten von Spitzensportlern arbeitet und Fußball-Klubs in beratender Funktion zur Seite steht. Seit September hat er auch bei SønderjyskE bei der Kaderplanung ein gewichtiges Wort mitzureden.

Nishant Tella ist seit dem 25. Januar als sechstes Vorstandsmitglied bei SønderjyskE Fodbold A/S gelistet, ist aber Mitte Februar auch als Geschäftsführer des italienischen Serie-A-Klubs Spezia Calcio eingesetzt worden. Tella war elf Jahre lang bei Inner Circle Sports beschäftigt, einer Investmentbank, die sich auf Sport-Franchise-Systeme spezialisiert hat.

Keine Interviews

Die beiden US-Amerikaner machen einen überaus freundlichen Eindruck, als „Der Nordschleswiger“ sie nach dem Abschlusstraining vor dem Pokal-Halbfinale anspricht. Eine Interview-Anfrage wird aber freundlich abgelehnt.

„Wir machen im Moment noch keine Interviews. Wir sind hier, um alle Leute zu treffen und kennenzulernen, zu lernen, zu verstehen und zu spüren. Ich war im September hier, aber seitdem ist es wegen Covid eine Herausforderung gewesen. Zoom-Anrufe sind eine Sache, aber wenn man die Leute trifft, spürt man die Werte“, sagt Nishant Tella zum „Nordschleswiger“.

Fragen zu den Plänen und zur Strategie der US-Amerikaner sowie zur Rolle von SønderjyskE als Teil des kleinen Fußball-Imperiums von Platek, das auch Casa Pia aus Portugal und Spezia aus Italien zählt, bleiben noch unbeantwortet.

Nach Informationen des „Nordschleswigers“ wird aber bei SønderjyskE nicht alles beim Alten bleiben, weder auf dem Platz noch außerhalb des Spielfeldes. Es verdichten sich die Anzeichen, dass es künftig in Hadersleben eine aggressivere Spielweise geben wird, einen Hauch von „Red-Bull-Fußball“. Zumindest eine Light-Version davon. Fußball mit Pressing und Vorwärtsverteidigung sowie hoher Aggressivität, Intensität und Geschwindigkeit.

Doch noch bevor über Neuerungen auf dem Platz gesprochen wird, müssen die neuen Gesichter auf der Kommandobrücke gefunden werden. Die Suche geht langsam in die entscheidende Phase.

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