Handball

Jugendliche Frische und Physis

Timo Fleth
Timo Fleth Volontär
Sonderburg/Sønderborg
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Auch der Ball wurde zum Trainingsauftakt der Hellblauen gleich wieder angefasst. Foto: Timo Fleth

Die SønderjyskE-Handballer gehen mit sieben Neuzugängen und fast kompletten Kader in die Vorbereitung auf die neue Spielzeit.

Die Freude über den Trainingsauftakt der SønderjyskE-Handballer war nicht nur bei den Trainern in Gesicht abzulesen. Das Wiedersehen der Spieler mit der Halle und dem Handball, hatte etwas von der Freude der Kühe, die nach einem langen Winter im Stall zum ersten Mal wieder die Weide unter den Füßen haben.

„Das Trainerteam freut sich in jedem Fall und auch bei den Spielern ist die gute Energie, die zu Beginn da sein muss, zu spüren“, so ein gut gelaunter SønderjyskE-Trainer Kasper Christensen nach vier Wochen Sommerpause.

Ganz vollständig war das hellblaue Ensemble zum Start aber nicht. Kreisläufer Martin Kærgaard Pedersen hat sich noch auf Rundreise in den USA befunden und stößt in der kommenden Woche zum Kader.

Kristian Dahl Pedersen bleibt der Pechvogel der SønderjyskE-Handballer. Foto: Friedrich Hartung

Ungeplant und um ein Vielfaches unglücklicher war der Grund für das Fehlen von Torhüter Kristian Dahl Pedersen.Der 23-Jährige hat sich im Asien-Urlaub einen Erreger eingefangen, der den geplanten Rückflug nicht möglich gemacht hat. Wie lange der Schlussmann nach seiner Rückkehr in den nächsten Tagen noch ausfällt, ist nicht abzusehen.

Die Freude des SønderjyskE-Trainers über fortan drei Torhüter ist durch den Ausfall von Kristian Dahl Pedersen in jedem Fall nicht geschmälert worden.

„Kristian ist ein echter Pechvogel und es tut mir unendlich leid für ihn. Wir haben aber für die anstehende Spielzeit ein starkes Torhüterteam mit drei Spielern und sind vorbereitet. Der Zug für die Saison ist für Kristian aber noch überhaupt nicht abgefahren“, so Christensen entspannt.

Auch die Kaderzusammenstellung schmeckt dem Übungsleiter der Hellblauen.

„Wir haben jugendliche Frische und Physis in die Mannschaft bekommen und Spieler mit einer gewissen Verletzungshistorie abgegeben. Ohne damit die Leistung der abgegebenen Spieler für SønderjyskE schmälern zu wollen. Insgesamt haben wir an Frische zugelegt und an Routine verloren. Außerdem haben wir einige Löcher in der Kaderplanung, wie auf der Torhüterposition oder am Kreis, stopfen können. Das stimmt mich sehr zuversichtlich“, so Kasper Christensen optimistisch.

Insgesamt sieben Neue mit Arnar Birkir Halfdansson, Martin Kærgaard Pedersen, Henrik Nordlander, Rasmus Bertelsen, Frederik Ladefoged, Oliver Nøddesbo Eggert und Steffan Høj muss Christensen in dieser Saison integrieren. Doch am grundlegenden Konzept wird sich vorerst nicht viel ändern.

„Wir wollen die guten Dinge der abgelaufenen Saison, insbesondere aus der Zeit nach Weihnachten, mitnehmen und mit einigen neuen Ideen bereichern. Bei drei sehr guten Kreisläufern werden wir auch auf das Spiel im 4:2 setzen und auch das Spiel im sieben gegen sechs wird ein gängiger Teil unserer Strategie werden“, so der SønderjyskE-Trainer einen Einblick in die Überlegungen gebend.

An der Zielsetzung der Hellblauen hat sich hingegen überhaupt nichts geändert.

„Wir wollen wie immer unter die ersten acht Mannschaften. Aber der Kampf, um die Plätze hat sich noch weiter zugespitzt. Der Saisonstart wird uns nach dem Auftakt gegen Aalborg aber schnell einen Fingerzeig geben, wo wir stehen. Denn wir brauchen nicht um den heißen Brei herumreden, denn gegen die Gegner dort müssen wir gerne anfangen zu punkten. Wenngleich das Kind dann auch nicht sofort in den Brunnen gefallen ist, wenn es anders kommt. Wir haben auch nachgewiesen, dass wir gegen die Großen der Liga zu einer Überraschung in der Lage sein können“, so Kasper Christensen voller Vorfreude.

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