Olympische Sommerspiele 2020

Bahnvierer kämpft nach Riesendrama um Gold

Bahnvierer kämpft nach Riesendrama um Gold

Bahnvierer kämpft nach Riesendrama um Gold

Tokio
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Der Crash in der Schlussrunde erhitzte die Gemüter. Foto: Odd Andersen/Ritzau Scanpix

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Nach einem Crash im Halbfinale und einer umstrittenen Juryentscheidung ist Dänemark in der Mannschaftsverfolgung in den Endlauf eingezogen. Die Dänen hatten die Briten eingeholt, aber die Briten pochten auf den Finaleinzug.

Der dänische Bahnvierer kämpft in der Mannschaftsverfolgung bei den Olympischen Spielen in Tokio um Gold. Rasmus Lund, Lasse Norman Hansen, Frederik Rodenberg und Niklas Larsen waren im Halbfinale gegen Großbritannien haushoch überlegen, mussten aber dennoch fast eine Stunde lang um den Finaleinzug zittern. Eine umstrittene Juryentscheidung fiel zugunsten der Dänen aus.

Das dänische Quartett war im Halbfinale auf Weltrekordkurs und hatte eine Runde vor Schluss den dritten Briten eingeholt, der von seinen Mannschaftskameraden abgehängt worden war. Frederik Rodenberg hatte seine Augen auf die Bahn gerichtet, und es kam zum Crash.

Beide Nationen pochten nach dem Crash auf ihr Recht und forderten bei der Jury den Finaleinzug ein, Nach einer langwierigen Verhandlung fiel die Entscheidung zugunsten der Dänen aus.

Der internationale Radsport-Verband teilt auf Twitter mit, dass Dänemark für das Finale qualifiziert ist. Der Grund: die Briten sind überrundet worden. Das Regelwerk besagt, dass ein Gegner überrundet worden ist, wenn eine Mannschaft auf einen Meter an den Gegner herangekommen ist.

Frederik Rodenberg nach dem Sturz. Foto: Greg Baker/AFP/Ritzau Scanpix

Der dänische Verband führte zudem an, dass die eigene Mannschaft für den nachfolgenden Crash nicht bestraft werden kann.

„Es gibt eine UCI-Regel, die besagt, dass es eine Flagge sichtbar sein muss, wenn eine Mannschaft auseinander fällt. Es gab keine Flagge“, sagt der Elitechef von „Danmarks Cykel Union“, Morten Bennekou: „Frederik schaut nicht nach oben, das tut er nie. Er muss eine Flagge sehen, dass andere Fahrer um ihn herum sind.“

Weltrekord futsch

Der dänische Bahnvierer hatte bei den Weltmeisterschaften im Februar 2020 in Berlin in der Zeit von 3:44,672 Minuten einen Weltrekord aufgestellt, der in Tokio von gleich zwei Teams pulverisiert worden ist.

Die Italiener hatten im anderen Halbfinale in der Zeit von 3:42,307 Minuten die Neuseeländer (3:42,397) geschlagen.

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