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Hareide fürchtete um seinen Job

Hareide fürchtete um seinen Job

Hareide fürchtete um seinen Job

Ritzau/tf
Kopenhagen
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Foto: Scanpix

Der Fußball-Nationaltrainer spürte den Druck zu Beginn der WM-Qualifikation nach zwei Niederlagen in drei Spielen und fürchtete auf der Abschussrampe zu stehen.

Nach der geschafften Qualifikation zur Weltmeisterschaft im kommenden Sommer war die Sicht auf die dänischen Fußballer rosarot. Doch Nationaltrainer Åge Hareide hat sich selber nach dem holprigen Auftakt in die Qualifikation schon kurz vor dem Abschuss gesehen. Der 4:1-Sieg gegen Kasachstan im November 2016 war in Hareides Augen das Schicksalsspiel. Die dänische Auswahl hatte bis dahin zwei Niederlagen in drei Spielen verbucht und stand unter massivem Druck.

„Nach der 0:1-Niederlage gegen Montenegro wurden wir in der dänischen Presse geschlachtet. Ich habe versucht offensiv damit umzugehen und zu erklären, dass wir bei der 0:1-Niederlage genauso gut waren, wie bei dem 1:0-Sieg gegen Armenien zuvor. Doch das wollten die Leute nicht hören“, so Hareide, der dabei den Blick ausschließlich auf das Ergebnis kritisiert.
„Es wurde nur das Ergebnis gesehen. Intern habe ich eine Furcht vor Ergebnissen erlebt, die wohl aus den vorherigen Qualifikationen herrührte. Dort gab es etliche Punktverluste zum Ende“, so der Nationaltrainer ausführend.

Wie sehr die Spieler unter Druck standen war Åge Hareide dabei gar nicht richtig bewusst.

„Die Spieler waren angeschlagen und die einzige Medizin die dort hilft waren Siege. Ohne den Sieg gegen Kasachstan wäre ich sicherlich als Nationaltrainer fertig gewesen“, so Åge Hareide ehrlich.

Mit dem Sieg gegen Kasachstan war allerdings die Wende eingeleitet und es folgte ein Jahr 2017 ohne Niederlage und die Qualifikation für die Weltmeisterschaft. Sehr zur Zufriedenheit von Åge Hareide.

„Es hätte schlussendlich nicht viel besser laufen können“, so der Nationaltrainer, der noch Vertrag bis 2020 hat und sich derzeit mit der Liga-Nationalmannschaft im Trainingslager in Abu Dhabi befindet.

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