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Unfälle mit Hirschen kosten die Gesellschaft viel Geld

Unfälle mit Hirschen kosten die Gesellschaft viel Geld

Unfälle mit Hirschen kosten die Gesellschaft viel Geld

Jon Thulstrup
Jon Thulstrup Online-Redaktion
Kopenhagen
Zuletzt aktualisiert um:
Ein Hirsch kommt selten allein. Foto: Lars Laursen/Biofoto/Ritzau Scanpix

In einem Zeitraum von fünf Jahren haben Verkehrsunfälle mit Hirschen die Gesellschaft Materialschäden in Höhe von mindestens 1,7 Milliarden Kronen gekostet.

Worauf ist zu achten?

  • In der Dämmerung und bei Nacht die Geschwindigkeit in Gebieten mit Wald oder offenen Feldern herabsetzen
  • Auf aufleuchtende Augen in und um den Straßengraben achten
  • Hinweisschilder warnen vor Wildwechsel
  • Ein Hirsch kommt selten allein. Wenn einer die Straße überquert können weitere folgen

Ist der Unfall passiert:

  • Rufe die Nummer 1812 an, wenn das Tier verletzt ist – auch wenn es geflüchtet ist
  • Bleib an der Unfallstelle. Wenn 1812-Beamten wissen, wo der Unfall passiert ist, können sie schneller Hilfe anfordern
  • Halte Abstand zum Tier, damit es nicht unnötig gestresst wird
  • Ist das Tier tot, rufe Falck an

Derzeit herrscht Hochsaison für Wildunfälle im Straßenverkehr – insbesondere bei Hirschen. Ein angefahrener Hirsch kann ernstzunehmende Verletzungen und Schäden für den Hirsch, das Auto und den Fahrer bedeuten. Ist der Unfall passiert, kann es teuer werden, wie aus einer neuen Cowi-Studie im Auftrag der dänischen Tierschutzorganisation Dyrenes Beskyttelse hervorgeht.

Die Studie hat die finanziellen Folgen eines Unfalls mit einem Hirsch analysiert. Dabei wurde neben dem Materialschaden auch auf mögliche Verletzungen der Fahrer geachtet. Insbesondere die Materialschäden liegen hoch. Im Durchschnitt kostet ein Aufprall mit einem Hirsch 23.314 Kronen. Bei mehr als 12.000 Hirsch-Unfällen pro Jahr liegen die jährlichen Kosten bei 280 Millionen Kronen, so Zahlen der Versicherungsgesellschaft IF.

„Das ist eine ungemein hohe Unfallzahl, und das sind hohe Kosten. Demnach werden fünf Prozent der gesamten Entschädigungsauszahlungen dänischer Versicherungsgesellschaften bei Vollkaskoversicherungen allein für Hirschunfälle ausgezahlt.

Um die Zahl der Unfälle und zugleich auch die Kosten einzudämmen, hofft die Tierschutzorganisation nun auf eine Zusammenarbeit mit den vielen Versicherungsgesellschaften im Land. Die Organisation schlägt unter anderem einen „Wild-Warner“ vor, der auf ausgewählten Strecken zu bestimmten Zeitpunkten vor Wildwechsel warnt und demnach das Risiko eines Unfalls mindert.

„280 Millionen Kronen sind selbst für Versicherungsgesellschaften viel Geld. Deshalb denke ich, dass sie offen für neue, vorbeugende Initiativen sind. Wir haben im Laufe der Jahre viele Daten bezüglich der Wildunfälle sammeln können und haben uns nun einen genauen Überblick, wo die Unfälle zuhauf passieren, verschafft“, erklärt der Biologe der Tierschutzorganisation, Michael Carlsen. Zudem könne ein steigender Reh- und Hirschbestand in Zukunft mehr Unfälle verschulden.

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