Unterricht

Aluminium wird auf den Stundenplan gesetzt

Aluminium wird auf dem Stundenplan gesetzt

Aluminium wird auf dem Stundenplan gesetzt

Tondern/Tønder
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Die dänische Wirtschaft sucht händeringend nach Ingenieuren. Foto: Hydro-Konzern

In der Alu-Stadt Tondern gibt es am Tonderner Gymnasium nun auch das Leichtmetall als Lehrfach. Damit kann vielleicht auch so manchem Wirtschaftsunternehmen bei der Suche nach Ingenieuren unter die Arme gegriffen werden.

Mit drei Aluminium verarbeitenden Betrieben ist Tondern eine Alu-Stadt. Dies hat auch das Tonderner Gymnasium dazu veranlasst, das Leichtmetall auf den Stundenplan zu setzen. Am Donnerstag wurde der neue Unterrichtszweig, der sich Alu Science Center Tønder nennt, eingeweiht.

Zuwendung von Novo Nordisk

Dank einer Zuwendung von Novo Nordisk Fonden in Höhe von 2,3 Millionen Kronen konnte ein 100 Quadratmeter großer Klassenraum mit teuren Spezialgeräten eingerichtet werden, in dem die Schüler des Gymnasiums, aber auch von Volksschulen die Verarbeitung von Aluminium in der Theorie und in der Praxis nähergebracht werden soll.

Zusammenarbeit mit Hydro

Enger Zusammenarbeitspartner wird daher der Hydro-Konzern sein, der in Tondern zwei Unternehmen hat. Weitere liegen in Lügumkloster und Bedstedt. Geplant ist, dass das neue Center auch auswärtigen Schulen für Unterrichtszwecke zur Verfügung gestellt wird. Die Weiterentwicklung des Unterrichtsangebots ist zunächst auf vier Jahre befristet.

Ich bedaure, dass Aluminium ein wenig in Vergessenheit geraten ist, obwohl es nach meiner Ansicht ein fantastisches Metall ist.

Lehrer Halvor Bogh

Den Anstoß für dieses neue Unterrichtsfach gab Physik- und Mathematiklehrer Halvor Bogh. Er freut sich über die Umsetzung seiner Idee, da die Schüler etwas über die Eigenschaften und Stärken des Metalls lernen werden. „Ich bedaure, dass Aluminium ein wenig in Vergessenheit geraten ist, obwohl es nach seiner Ansicht ein fantastisches Metall ist" erklärt er gegenüber „JydskeVestkysten“.

Das Interesse für naturwissenschaftliche Studien soll auch geweckt werden, da die Betriebe in ganz Dänemark händeringend Ingenieure suchen.

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