Stromversorgung

Mit Fackelumzug gegen Strommasten mehr Erdkabel erzwingen

Mit Fackelumzug gegen Strommasten mehr Erdkabel erzwingen

Mit Fackelumzug gegen Strommasten mehr Erdkabel erzwingen

Tondern/Tønder
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100 der 450 Strommasten sollen in der Kommune Tondern stehen. Foto: Energinet

Mit dem konservativen Stadtratsmitglied Anette Abildgaard Larsen und ihrer Parteivorsitzenden, Birgitte Klippert, als Frontfiguren soll mit einem Fackelumzug eine Neubewertung der Pläne erzwungen werden, dass 100 35 Meter hohe Strommasten in der Kommune Tondern aufgestellt werden.

Es soll eine unpolitische Veranstaltung sein, wird aber von der Konservativen Volkspartei ins Leben gerufen: Am Sonntag, 19. Januar, soll, ausgehend von den fünf Städten Tondern/Tondern, Lügumkloster/Løgumkloster, Bredebro, Toftlund und Scherrebek/Skærbæk, mit einem abendlichen Fackelumzug Wind gegen die neue Stromautobahn von der deutsch-dänischen Grenze bis nach Holstebro und die 35 Meter hohen Masten gemacht werden. 100 der 450 Strommasten sollen in der Kommune Tondern stehen.

Für die in Gelb ausgezeichneten Bereiche sind Erdkabel vorgesehen. Foto: Energinet

Es gibt Alternativen

Mit dieser Initiative erhoffen sich die Initiatorinnen eine Neubewertung der Pläne, indem Druck auf die Netzbetreiber, das Energieministerium und Politiker ausgeübt wird. „Wir wollen uns dagegen wehren, dass unsere schöne Natur mit Strommasten zugepflastert wird. Denn es gibt Alternativen, die sowohl der Natur, der Tierwelt als auch den Menschen zugutekommen würden“, meinen die beiden Frauen. Nicht nur für die Bewohner, sondern auch für die Touristen würden die Strommasten eine markante Störung auf den weiten Flächen mit Nationalpark, der Vogelwelt und der Ruhe bedeuten. Die beiden Initiatorinnen wollen eine unterirdische Verkabelung auf der ganzen Strecke. Energinet habe aber scheinbar die Macht, vollständig eigenmächtig zu agieren.

Nur fünf Kilometer Erdkabel

Der Netzbetreiber hatte bei Untersuchungen errechnet, dass die Stromleitung nur zu 15 Prozent auf der Gesamtstrecke von 170 Kilometern (entspricht 26 km) unterirdisch verlaufen könne. Für die Kommune Tondern sind davon nur fünf Kilometer im Bereich der Bredeau und bei Jeising/Jejsing vorgesehen.

Auch Widerstand von der Kommune

Die Kommune hatte als Minimum auf eine Verkabelung für den Bereich nördlich der Bredeau (ab Løgumklostervej bis zum Adelvadvej östlich von Tyvse) sowie vom Emmerskevej nördlich von Groß Emmerschede/Store Emmerske bis zur Grenze gehofft. Sie fordert Planänderungen, mehr Erdkabel und eine höhere Entschädigungen für die von Strommasten betroffenen Bürger.

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