Vorweihnachtliche Hygge

Ein unbekanntes Lied und besinnliche Geschichten

Ein unbekanntes Lied und besinnliche Geschichten

Ein unbekanntes Lied und besinnliche Geschichten

Tondern/Tønder
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Menschen sitzen am Tisch und singen
Bei dem Wunschkonzert wurden bekannte und weniger bekannte Weihnachtslieder angestimmt. Foto: Anke Haagensen

Bei der Adventsfeier der deutschen Kirchengemeinde Tondern wurde viel gesungen, vorgelesen und erzählt.

Pastor Günther Barten „nutzte“ die Adventsfeier der deutschen Kirchengemeinde Tondern in dieser Woche, um mit der Gemeinde ein Lied einzustudieren, das er während seiner Zeit als Pastor der Nordschleswigschen Gemeinde für den Pfarrbezirk Buhrkall kennen- und vor allem schätzen gelernt hat, den Tonderanern aber gänzlich unbekannt war.

„O Bethlehem, du kleine Stadt“ ist ein Weihnachtslied, das an die Geburt Jesu im Stall von Bethlehem erinnert, und in dessen Mittelpunkt die Friedensbotschaft der Engel steht.

Eingängige Melodie, märchenhafter Text

Begleitet von Heike Reimers am Klavier, gelang es den Anwesenden recht schnell, Zugang zur eingängigen Melodie und dem malerischen, ja, nahezu märchenhaften Text zu finden.

Bartens Versuch, dieses Lied den Tonderanern näherzubringen, gelang. „Das Lied werdet ihr beim Weihnachtsgottesdienst auf dem Liederzettel wiederfinden“, kündigte er schmunzelnd an.

Mutiges „Wunschkonzert"

Die Anwesenden zeigten beim anschließenden „Wunschkonzert“ – sie durften sich Advents- und Weihnachtslieder aussuchen – auch keine Angst vor unbekannte(re)n Liedern. Im Laufe des gemütlichen Nachmittags im Brorsonhaus der Gemeinde wurde so eine ganze Reihe von Liedern gesungen, die man aus der Kindheit oder Jugend vielleicht noch kannte, die heute aber nur noch selten bis gar nicht angestimmt werden.

Betrachtungen eines weisen jungen Tucholsky

Zuvor hatte der Pastor einen Text von Kurt Tucholsky (1890-1935) vorgelesen, den der Autor vor dem Hintergrund seiner Erfahrungen und Erlebnisse des Ersten Weltkriegs zum Weihnachtsfest 1919 geschrieben hatte, und die heute aktueller denn je sind. Tucholsky war zu dem Zeitpunkt ein junger Mann von nur 19 Jahren und dennoch so klug und politisch weitsichtig.

Das Mikrofon machte die Runde

Barten las schließlich eine humorvolle Weihnachtsgeschichte von Stefan Heym vor und animierte die Anwesenden, sich an besondere Weihnachtsfeste aus ihrem Leben zu erinnern. Das Mikrofon ging um den Tisch. Mal waren es lustige Geschichten, mal waren es auch rührende, zu Herzen gehende Erinnerungen, die die Anwesenden miteinander teilten.

Die Konfirmanden nahmen anfangs an der Adventsfeier teil, durften sich aber nach der Kaffeetafel auf den Heimweg begeben.

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