Kommunalwahl

Bis 2045 steigt die Einwohnerzahl in der Kommune

Bis 2045 steigt die Einwohnerzahl in der Kommune

Bis 2045 steigt die Einwohnerzahl in der Kommune

Paul Sehstedt
Pattburg/Padborg
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Jan Riber Jakobsen sieht eine blühende Zukunft für die Kommune Apenrade. Foto: Paul Sehstedt

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In einer Gesprächsreihe stellt „Der Nordschleswiger“ den Spitzenkandidaten ausgewählter Parteien Fragen zur Bevölkerungsentwicklung in der Kommune Apenrade. Jan Riber Jakobsen sieht die Einwohnerentwicklung ganz anders als die dänische Statistikbehörde. Die Entwicklung des ländlichen Raumes hat für ihn hohe Priorität.

Die Bevölkerungszahl in der Kommune Apenrade verringert sich von Jahr zu Jahr, und 2020 war keine Ausnahme. Das bestätigen die neuesten Zahlen des statistischen Amtes „Danmarks Statistik“: Waren zum 1. Januar 2020 noch 58.761 Menschen registriert, fiel diese Zahl zum Ende des Jahres um 235 auf 58.526 Personen. Für 2030 sagt das Amt voraus, dass nur noch 58.053 Menschen in der Kommune leben werden; 2045 nur noch 57.471.

Für den konservativen Anwärter auf das Bürgermeisteramt bei den bevorstehenden Kommunalwahlen, Jan Riber Jakobsen, sind die offiziellen Zahlen Schwarzmalerei. „Bis 2045 wird die Bevölkerungszahl in der Kommune Apenrade steigen, da die Einwanderung aus dem Süden merkbar zunimmt und der Verkauf von Wohngrundstücken blüht“, unterstreicht Jan Riber Jakobsen gegenüber dem „Nordschleswiger“.

„Wir registrieren, dass viele Deutsche sich in den kleineren Ortschaften wie Hellewatt oder Bülderup-Bau ansiedeln, wo sie ein Haus kaufen, um das tägliche Pendeln zu vermeiden“, erläutert er.

„Unser Angebot an Zuzügler ist breit, und wir können sowohl die kommunalen wie private Schulen anbieten. Mit kleinen Maßnahmen müssen wir versuchen, einen großen Effekt zu erreichen. Wir müssen die Wohnungsangebote der Nachfrage anpassen, um für die Pendler attraktiv zu sein.“

Neue und alte Ausbildungssparten fördern

Die Kommune will gerne ein ausbildungsfreundliches Image vermitteln. Wie soll das gelingen?

„Handwerksausbildungen müssen gefördert werden und ich stehe im Dialog mit der Wirtschaft, die Elektrikerausbildung wieder nach Apenrade zu holen“, berichtet Jan Riber.

„Und eine Kommune, die eines der größten Transportzentren Dänemark hat, muss auch wagen, Neuland zu betreten. Ich denke da an die Ausbildung für den Anhänger- und Aufliegerbau, die ganz natürlich in unsere Kommune gehört. Das Transportgewerbe steht unserem Vorschlag positiv gegenüber, da der Abschluss den Absolventen die Möglichkeit bietet, auch in anderen Berufen Beschäftigung zu finden.“

Hast du eine Vision für die Entwicklung des ländlichen Raumes?

„Als Bürgermeister werde ich dafür sorgen, dass der Weg zum Rathaus kürzer sein wird“, beschreibt der Konservative seinen Plan.

„Wir müssen ein starkes Gremium schaffen, das aus Mitgliedern aus den Lokalräten, dem Landdistriktausschuss sowie Politikern aller politischer Parteien besteht. So können wir alle Perspektiven berücksichtigen. Wir müssen den Dialog mit den Menschen auf dem Land suchen. Daraus können wir nur lernen und das Landleben attraktiver machen. Dann ziehen auch mehr Leute in die Dörfer und bleiben auch dort.“

Wie soll auf die Kommune Apenrade aufmerksam gemacht werden?

„Mit einem ambitiösen Plan für den Tourismus können wir unsere Gegend vermarkten und Urlauber dazu verleiten, sich intensiver mit den Möglichkeiten für eine Zukunft im Grenzland auseinanderzusetzen“, meint Jakobsen. „Noch vor 2030 muss der Fremdenverkehr verdoppelt werden. Am Beispiel von Flensburg können wir sehen, wie eine professionelle Tourismuspolitik zu einem Bevölkerungszuwachs führen kann. Übrigens ist die Zweisprachigkeit eine besondere Nische, mit der wir werben können, und Deutsch sollte eigentlich die erste Fremdsprache sein, die an den kommunalen Schulen unterrichtet wird.“

Der Trend geht jedoch hin zu den größeren Städten und weg vom Lande.

„Wenn wir unsere Anstrengungen optimieren, können wir der Urbanisierung entgegentreten“, hebt er hervor. „Ich sehe eine blühende Zukunft für die Kommune, denn die Möglichkeiten sind unendlich. Die Grenzlage ist unsere Chance, dem Abwärtstrend in der Bevölkerungsentwicklung entgegenzuwirken.“

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