Arbeitsmarkt

Die Arbeitslosigkeit steigt wieder leicht an

Die Arbeitslosigkeit steigt wieder leicht an

Die Arbeitslosigkeit steigt wieder leicht an

cvt/Ritzau
Kopenhagen
Zuletzt aktualisiert um:
Jobcenter
Foto: Scanpix

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Mai in Dänemark leicht angestiegen. Der Aufschwung sei aber noch nicht in Gefahr, sagen Volkswirte.

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Mai in Dänemark leicht angestiegen. Der Aufschwung sei aber noch nicht in Gefahr, sagen Volkswirte.

1.200 Menschen mehr sind im Mai in Dänemark arbeitslos gemeldet gewesen als im April. Das zeigen die jüngsten Zahlen der Statistikbehörde Danmarks Statistik. Die Anzahl der sogenannten „Bruttoarbeitslosen“ stieg von 115.200 auf 116.400 und liegt somit unverändert bei 4,3 Prozent.

Bisher waren die leichten Zuwächse der Arbeitslosigkeit damit zu erklären, dass die Regierung die Bedingungen für Einwanderer und Rückkehrer aus dem Ausland verschärft hat und somit mehr Personen als arbeitsfähig eingestuft wurden. Doch der letzte Anstieg sei damit nicht mehr zu erklären, teilt die Behörde mit. Bei nur 50 Personen sei dies der Fall gewesen.

Die Chefökonomin der Arbejdernes Landsbank, Signe Roed-Frederiksen, sieht keinen Anlass zur Sorge: „Die Bruttoarbeitslosigkeit kann von Monat zu Monat deutlich schwanken. Insgesamt deuten die Daten daraufhin, dass Wachstum und Aufschwung in gutem Zustand sind.“ Die Unternehmen, sagt sie, rechneten im Schnitt damit, in den kommenden Monaten einzustellen und nicht zu entlassen.

Das sieht auch Erik Bjørsted, Chefökonom des gewerkschaftsnahen Arbejderbevægelsens Erhvervråd so. „Die Beschäftigung, die der wichtigste Wetterhahn ist, steigt nämlich weiterhin richtig gut. Die Arbeitslosigkeit sollte wieder sinken, wenn auch nicht so stark. Das liegt daran, dass die Arbeitskraft in den kommenden Jahren deutlich zunehmen wird“, sagt er.

Der Arbeitsmarkt sei an einem Punkt angelangt, wo die Unternehmen trotz zahlreicher Arbeitsloser keine passenden neuen Angestellten mehr fänden, sagt Steen Nielsen vom Wirtschaftsverband Dansk Industri. Und sein Kollege vom Verband Dansk Erhverv ergänzt: „Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit ist eine traurige Sache mitten in einer Zeit, wo die Unternehmen neue Stellenanzeigen am laufenden Band schreiben, wo aber jede fünfte Stelle wegen fehlenden qualifizierten Bewerbern nicht besetzt werden kann“, sagt Peter Halkjær.

Mehr lesen

Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Einseitige Grenzöffnung“