Baubranche

Größter Mangel an Arbeitskräften seit zehn Jahren

Größter Mangel an Arbeitskräften seit zehn Jahren

Größter Mangel an Arbeitskräften seit zehn Jahren

Kopenhagen
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Foto: dpa

Nur knapp jeder fünfte Jugendliche entscheidet sich heute noch für eine Berufsausbildung. Unternehmen müssen aus Mangel an Arbeitskräften Aufträge ablehnen. Dank Byggeri schlägt Alarm und fordert bereits in der Volksschule, verstärkt Werbung für Handwerksberufe zu machen.

Nur knapp jeder fünfte Jugendliche entscheidet sich heute noch für eine Berufsausbildung. Unternehmen müssen aus Mangel an Arbeitskräften Aufträge ablehnen. Dank Byggeri schlägt Alarm und fordert bereits in der Volksschule, verstärkt Werbung für Handwerksberufe zu machen.

In der dänischen Baubranche mangelt es an Arbeitskräften. 22 Prozent der Unternehmen sagen, dass so viele neue Mitarbeiter fehlen, dass sie Aufträge nicht annehmen können. Das zeigen neue Zahlen der dänischen Statistikbehörde Danmarks Statistik.

Das ist der höchste Stand seit zehn Jahren. Vor drei Jahren gaben lediglich drei Prozent der Bauunternehmen an, nicht alle eingehende Aufträge annehmen zu können, die sie sich wünschen. Gleichzeitig ist die Zahl der Jugendlichen, die sich beispielsweise zum Maurer, Schreiner oder Maler ausbilden lassen in den vergangenen 16 Jahren stark gesunken.

Ausbildungsministerin Merete Riisager zeigt sich besorgt: „Ich möchte gerne, dass mehr Jugendliche sich dazu entschließen, eine Berufsausbildung zu machen. Deshalb ist es wichtig, dass sie die Möglichkeiten kennen, die sie durch eine solche Ausbildung bekommen, damit sie merken, dass dieser Weg etwas für sie sein könnte“, so die Ministerin zu TV2.

Junge Menschen für eine Berufsausbildung zu interessieren, beginnt bereits in der Volksschule, meint der Branchenverband Dansk Byggeri.

Nur jeder Fünfte

Im Jahr 2001 machten noch 31,7 Prozent der Jugendlichen aus einem Jahrgang eine Berufsausbildung, also rund jeder Dritte. 2017 tut dies nur noch gut jeder Fünfte – nämlich 18,5 Prozent.

Maria Skovgaard Berntsen, Beraterin bei Dansk Byggeri, meint, dass das gegenwärtige Problem sowohl dem Mangel an Arbeitskräften als auch der Tatsache geschuldet sei, dass sich die Branche derzeit in einer Hochkonjunktur befinde.

„Doch gleichzeitig haben Berufsausbildungen auch einen sehr schlechten Ruf. Dieser ist unberechtigt. Das Bild eines Handwerkers, der bei Regen auf einem Gerüst stehen muss, hat sich bei vielen im Kopf festgesetzt. Dabei sieht es in Wirklichkeit ganz anders aus. Baufachliche Ausbildungen erfordern große mathematische Fähigkeiten“, so Skovgaard Berntsen.

Sie fordert, dass bereits während der Schulzeit die Berufsausbildung in den Fokus gerückt wird und beispielsweise Besuchstage auf Baustellen stattfinden sollen, bei denen sich die Schüler selbst ein Bild von der Arbeitsweise eines Maurers, Tischlers oder Malers machen können.

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