Umwelt und Natur

WWF-Bericht: Kiloweise Plastikmüll auf dänischen Stränden

WWF-Bericht: Kiloweise Plastikmüll auf dänischen Stränden

WWF-Bericht: Kiloweise Plastikmüll auf dänischen Stränden

jt
Kopenhagen
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Foto: Ishan @seefromthesky/Unsplash

40 Familien haben im Mai an zehn verschiedenen Stränden in Dänemark rund 150 Kilogramm Plastikmüll gesammelt. Ein Problem, meint eine weltweite Umwelt- und Naturschutzorganisation.

Beim ersten Blick sehen die dänischen Strände sauber und gepflegt aus – doch der Schein trügt. Am Sonntag hat die weltweite Umwelt- und Naturschutzorganisation WWF ihren Bericht zu den dänischen Stränden veröffentlicht. Und dieser weist erschreckende Ergebnisse auf, berichtet die Nachrichtenagentur Ritzau.

Das Ziel der Organisation war es zu untersuchen, wie viel Müll sich an den Badestränden Dänemarks befindet. 40 Familien haben im Mai dieses Jahres an zehn verschiedenen Stränden in Dänemark Plastikmüll eingesammelt. Das Ergebnis der Mülleinsammlung ist eindeutig: „Dänemark hat ein Plastik-Problem – und das, obwohl die Strände oftmals sauber aussehen“, erklärt Bo Øksnebjerg, Biologe und WWF-Generalsekretär in Dänemark.

Insgesamt sammelten die Familien rund 150 Kilogramm Müll an den Stränden, darunter insbesondere Zigarettenfilter, sowie Eis- und Chipsverpackungen. „Auf wenigen Kilometern liegen mehrere tausend Plastikteile“, so der Generalsekretär.

Laut Bericht gab es bezüglich der Müll-Art einen Unterschied zwischen Ost- und Westküste. „An den Nordseestränden wurde viel Müll aus der Fischerindustrie eingesammelt, während an der Ostküste oft die typischen Verbraucherabfälle gefunden wurden“, so Øksnebjerg, der unterstreicht, dass der gefundene Müll keinen Wert hatte. „Wenn Plastik beispielsweise durch Pfand einen Wert hat, dann landet dieser nicht in der Natur“, erklärt er. Eine Lösung des Problems könne ihm zufolge ein ausgebautes Pfandsystem sein.

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