Beruf & Ausbildung

Berufliche Bildung unpopulär

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Berufliche Bildung unpopulär

Kopenhagen
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Eine berufliche Lehre wollen immer weniger junge Dänen. Foto: dpa

Lediglich 19 Prozent eines Jahrgangs wählen eine Lehre odere eine andere gewerbliche Ausbildung. Das Ziel sind 25 Prozent.

In Dänemark streben immer weniger junge Leute eine berufliche Ausbildung an. Damit wird die Zielsetzung der Regierung verfehlt, dass mindestens 25 Prozent eines Jahrgangs eine Ausbildung beispielsweise zum Handwerker beginnen.

Laut einer aktuellen Untersuchung des Wirtschaftsforschungsinstitutes Arbejderbevægelsens Erhversråd (AE) wechseln nur noch 19 Prozent der Schülerinnen und Schüler nach Ende ihrer Grundschulzeit in einen beruflichen Ausbildungsgang. Bei der Reform der beruflichen Bildung 2015 war ein Anteil von 25 Prozent berufliche Bildungsgänge pro Jahrgang als Ziel gesetzt worden.

Auffallend ist, dass in Kommunen, in denen vor acht Jahren noch relativ viele junge Leute statt aufs Gymnasium zu gehen und ein Studium anzustreben, berufsbildende Angebote wählten, inzwischen auch immer weniger diesen Weg gehen. Nur noch in 19 der 98 Kommunen des Landes machen mindestens 25 Prozent der jungen Leute eine Lehre oder eine andere Ausbildung in einem Betrieb oder einer Berufsschule.

Gerade in ländlichen Kommunen wie Tondern, Ringkøbing Skjern und Vordingborg sei das Interesse an einer beruflichen Bildung gesunken. Beim Verband Dansk Industri (DI) sieht man mit Sorge auf die Entwicklung, so deren Vizedirektorin Charlotte Rønhof gegenüber Jyllands-Posten. Der Direktor des Wirtschaftsrates Ringkøbing-Skjern, Hans Jørn Mikkelsen, macht sich große Sorgen, dass es angesichts des schwindenden beruflichen Nachwuchses in wenigen Jahren großen Mangel an qualifizierten Mitarbeitern im produzierenden Gewerbe, aber auch im Servicesektor geben werde. Unterrichtsministerin Meret Riisager (LA) versprach neue Initiativen.

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