Neue Analyse

Dänen haben weniger Arbeitsstunden als Nachbarländer

Dänen haben weniger Arbeitsstunden als Nachbarländer

Dänen haben weniger Arbeitsstunden als Nachbarländer

jt/ritzau
Kopenhagen
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Foto: Scanpix

Laut einer neuen Analyse sind die Dänen auf einer Liste von 22 westlichen Ländern zurückgefallen. Im Vergleich zu den Bewohnern anderer Länder arbeiten die Menschen in Dänemark weniger.

Laut einer neuen Analyse sind die Dänen auf einer Liste von 22 westlichen Ländern zurückgefallen. Im Vergleich zu den Bewohnern anderer Länder arbeiten die Menschen in Dänemark weniger.

Derzeit wird im Folketing diskutiert, ob man das Rentenalter angehoben werden sollte. Eine Mehrheit mit den Sozialdemokraten und der Dänischen Volkspartei schließt dies aus. Trotzdem kämpft die Regierung für eine Rentenreform.

Am Donnerstag präsentierte Finanzminister Kristian Jensen (Venstre) eine Analyse, die seiner Darstellung nach besagt, dass man durchaus die Arbeitszeiten der Dänen näher betrachten könne.

Laut Analyse lag Dänemark 2002 auf einem sechsten Platz im Vergleich mit 22 anderen westlichen Ländern. Heute beanspruchen die Dänen einen 13. Platz. Die Analyse beruht auf der Anzahl der Erwerbstätigen 15- bis 64-Jährigen und wie viele Stunden diese unter der Woche arbeiten.

„Der Wohlstand eines Landes wird danach bemessen, wie effektiv und wie lange man arbeitet. In Dänemark arbeiten wir zwar effektiv und erzielen dadurch einen hohen Wert pro Arbeitsstunde. Arbeiten wir aber weniger Stunden, dann haben wir weniger Mittel um unsere gewünschte Wohlfahrt zu finanzieren“, so Jensen. Er meint, dass das wirtschaftliche Wachstum in Schweden, Deutschland und Großbritannien mit deren längeren Arbeitszeiten zusammenhängt.

Jensen überlegt nun in Zusammenarbeit mit der Regierung, wie man die Dänen dazu motivieren könnte, länger zu arbeiten. Eine Möglichkeit wären ihm zufolge Steuerbegünstigungen.

„Zu guter Letzt wird auch diskutiert, wie wir die Dänen länger auf dem Arbeitsmarkt halten können – weil sie nun auch länger leben“, sagt Jensen

In der neuen Analyse wurden auch die vielen dänischen Urlaubs- und Feiertage berücksichteigt, die das Ergebnis beeinflussen. Doch an denen möchte die Regierung nichts ändern, versichert Jensen.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Einseitige Grenzöffnung“