Minister unzufrieden

Klima: CO2-Ausstoß höher als erwartet

Information/gn
Kopenhagen
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Dänemark hinkt den eigenen Klimazielen hinterher. Foto: Claus Fisker, Ritzau/Scanpix

Dänemark hat 2018 die eigenen Klimaziele nicht erreicht. Die Hilfsorganisation Care bezeichnet es als einen „Wake-Up-Call".

Der dänische CO2-Ausstoß war im vorigen Jahr weitaus höher als geplant. Das zeigen die aktuellen Zahlen der Energiebehörde, Energistyrelsen, schreibt die Zeitung Information. Dänemark hat das eigene Ziel mit mehr als zehn Prozent überschritten.

In ihrer eigenen Fortschreibung der Klimazahlen hatte die Regierung mit einem CO2-Ausstoß in Höhe von 46,6 Millionen Tonnen gerechnet. Es wurden 2018 aber 51,9 Millionen Tonnen CO2 ausgestoßen.

Das Ergebnis sei „nicht zufriedenstellend", sagte Klimaminister Lars Christian Lilleholt (Venstre) zu Information. Allerdings mahnte er, den dänischen Klimaeinsatz nicht am Ergebnis eines Jahres zu messen, sondern über die gesamte Periode bis hin zur Klimaneutralität 2050 zu sehen.

Die Hilfsorganisation Care meint hingegen, dass das Ergebnis des Vorjahres ein „Wake-Up-Call" für die Regierung sei. „Wir sind auf dem Weg in die falsche Richtung. Es dreht sich nicht nur darum, was wir 2030, 2045 oder 2050 machen müssen", sagt Klimaberater John Nordbo von Care.

Er fordert zum Handeln auf: „Wir können uns nicht auf den Lorbeeren ausruhen, nur weil wir einige Jahre einen Einsatz geleistet haben." Wenn Dänemark nicht den Kurs wechselt, dann müsste der Klimaeinsatz laut Care versiebenfacht werden.

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