Geldwäsche

Geldwäsche über 105 Millionen Kronen: Frau in U-Haft

Sara Wasmund/Ritzau
Kopenhagen
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Geldwäsche durch die Bank: Zur Einschleusung illegal erwirtschafteten Geldes werden oftmals Bankhäuser als Zwischenlagerplatz genutzt. Foto: Torben Åndahl / Ritzau Scanpix

Eine 45-jährige Frau soll Geld für rund 105 Millionen Kronen gewaschen haben. Die Abteilung der Polizei für Wirtschaftskriminalität hat Anzeige erstattet, die Frau ist für vier Wochen in U-Haft genommen worden.

Die Staatsanwaltschaft für Internationale- und Wirtschaftskriminalität hat Anzeige gegen eine Frau erstattet, die Geldwäsche in Millionenhöhe betrieben haben soll. Geldwäsche bezeichnet das Verfahren zur Einschleusung illegal erwirtschafteten Geldes beziehungsweise von illegal erworbenen Vermögenswerten in den legalen Finanz- und Wirtschaftskreislauf.

Eine gezielte Nachforschung habe am Dienstag zur Festnahme von drei Personen geführt, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Außer der Frau wurden zwei Männer im Alter von 22 und 59 Jahren festgenommen. Die Nachforschungen richten sich gegen eine Reihe von Personen und Gesellschaften. Die drei Personen werden verdächtigt, umfassende Transaktionen mit Geld durchgeführt zu haben, das aus kriminellen Geschäften stammt.

Vier Wochen U-Haft

Die beiden Männer wurden nach dem Haftprüfungstermin wieder freigelassen. Die Frau ist am Mittwoch auf Frederiksberg vom Haftprüfungsrichter für vier Wochen in Untersuchungshaft geschickt worden.

Der Termin fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Die Polizei teilte mit, dass sich die Taten über einen Zeitraum von anderthalb Jahre gestreckt haben sollen. Dabei sollen fiktive ausländische Kunden erdacht worden sein.

Laut Abteilung der Polizei für Wirtschaftskriminalität ist es das erste Mal, dass man den Geldwäsche-Paragrafen anwendet, nachdem dieser am 1. Juli 2018 dem dänischen Strafgesetz hinzugefügt worden war.

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