Verhältnis aufgelockert

Gewerkschaft zu Verhandlungen bereit: Ryanair kann einfach anrufen

Gewerkschaft zu Verhandlungen bereit: Ryanair kann einfach anrufen

Gewerkschaft zu Verhandlungen bereit: Ryanair kann einfach anrufen

jt/ritzau
Kopenhagen
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Foto: Scanpix

Wenn die irische Billigfluggesellschaft Ryanair eine Basis in Kopenhagen einrichten möchte, dann muss sie auch die dänischen Arbeitsbedingungen akzeptieren. Das meint die dänische Flugbranchengewerkschaft.

Tarifverhandlungen standen am Donnerstag nicht auf der Tagesordnung, als Vertreter der irischen Billigairline Ryanair sich mit der Führung der dänischen Flugbranchengewerkschaft (FPU) zu einem Treffen verabredet hatte.

„Das war eher ein Höflichkeits-Treffen als eine Verhandlung“, sagt FPU-Vize Anders Mark Jensen. „Das Treffen sollte unser angespanntes Verhältnis auflockern“, so Jensen. Er meint, dass die Möglichkeit bestehe, dass Ryanair und FPU in Zukunft über Tarifverträge in Dänemark verhandeln könnten.

„Sie (Ryanair, Red.) sind an einer Basis in Kopenhagen äußerst interessiert, weshalb wir ihnen den Ball zuwerfen. Sie können sich bei uns melden, wenn sie zu Verhandlungen bereit sind“, erklärt Jensen. Doch die FPU wird nicht von ihren Prinzipien abweichen, meint Jensen. „Das haben wir Ryanair auch deutlich gemacht“, so der Vizevorsitzende der Gewerkschaft.

Zu einer dänischen Basis gehören auch dänische Tarifvereinbarungen. Und das gilt für Piloten genau wie fürs Kabinenpersonal, unterstreicht Jensen. Er glaubt an eine solche Vereinbarung mit Ryanair. „Ryanair wird von seinen eigenen Mitarbeitern, die bessere Arbeitsbedingungen wünschen, unter Druck gesetzt“, sagt Jensen.

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Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
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