Dänemark Kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Mittwoch

Der Nachrichtenüberblick am Mittwoch

Der Nachrichtenüberblick am Mittwoch

DN
Apenrade/Aabenraa
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Mehr Läden sollen in Zukunft abends und nachts Bargeldlos sein können, meint die Regierung – zur Sicherheit der Angestellten. Mehr unter „Tankstellen, Kioske oder auch Kleidungsgeschäfte ganz ohne Bargeld“ weiter unten. Foto: Johan Gadegaard/Ritzau Scanpix

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Klaus Riskærs Partei für Parlamentswahlen zugelassen

Die Partei von Klaus Riskær Pedersen wird für die kommende Parlamentswahl zugelassen. Das gab das Wirtschafts- und Innenministerium am Mittwochabend gegenüber der Nachrichtenagentur Ritzau bekannt. Die Partei, die den Namen ihres Gründers trägt, erhält den Parteibuchstaben „E". Die endgültige Kandidatenliste für alle Großkreise in Dänemark werde in der kommenden Woche veröffentlicht, schreibt Pedersen auf Twitter. Bei einer Voxmeter-Umfrage Anfang der Woche kam die neugegründete Partei auf 1,4 Prozent der Wählerstimmen.

Virusausbruch an Designschule Kolding

Mehr als 300 Studierende sind am Mittwoch von der Designschule in Kolding nach Hause geschickt worden, nachdem es dort einen Virusausbruch gegeben hat. Das teilt die Schule mit, die davon ausgeht, ihre Tore erst am Montag wieder zu öffnen. Die Entscheidung sei nach Rücksprache mit mehreren Behörden getroffen worden, nachdem eine größere Anzahl von Kranken mit vergleichbaren Symptomen festgestellt wurde. Dabei handele es sich um Kopfschmerzen, Durchfall und Erbrechen. Die genaue Anzahl der Erkrankungen könne aber nicht genannt werden, da sich die Studierenden im Normalfall nicht krankmelden, heißt es seitens der Schulleitung. Mehrere Prüfungen werden aufgrund des Vorfalles verschoben.

Liberale Allianz schließt Verdächtige vorerst aus

Die vier männlichen Mitglieder der Jugendorganisation der Partei Liberale Allianz, die im Verdacht stehen, sexuelle Belästigungen begangen zu haben, sind bei Veranstaltungen der Mutterpartei nicht länger willkommen. Das teilt Fraktionssprecherin Christina Egelund in Radio24syv mit. In den vergangenen Tagen war öffentlich geworden, dass gegen vier Mitglieder der Jugendorganisation schwere Vorwürfe vorliegen, die von unerwünschten Annäherungen über Belästigung bis hin zu Vergewaltigung reichen. Sieben Frauen sollen betroffen sein, die Kopenhagener Polizei ermittelt.

Lego steigert Umsatz und Gewinn

Der Jahresumsatz des Billunder Spielzeugkonzerns Lego hat sich um 3,5 Prozent auf 8,1 Milliarden Kronen erhöht und das Jahresergebnis 2018 stieg von 7,8 auf 8,1 Milliarden Kronen. Vor allem in China wächst das Lego-Geschäft. „Wir investieren gerade in die Zukunft", sagt der Nordschleswiger Niels B. Christiansen. Unter anderem hat Lego die ersten Plastikbauteile aus pflanzenbasiertem Plastik auf den Markt gebracht und in Zukunft will der Spielzeugkonzern auch nachhaltige Verpackung nutzen.

Sydbank macht weniger Gewinn

Die Apenrader Sydbank hat 2018 ein Jahresergebnis von 1,16 Milliarden Kronen erzielt. Das sind im Vergleich zu 2017 375 Millionen Kronen weniger. „Die Zeiten für Bankgeschäfte sind ungünstig", sagt Sydbank-Chefin Karen Frøsig in Verbindung mit der Veröffentlichung der Jahresbilanz am Mittwoch. „Die negativen Zinsen kombiniert mit einer verschärften Wettbewerbssituation setzen die Verdienstmöglichkeiten unter Druck“, sagt Frøsig.

Tankstellen, Kioske oder auch Kleidungsgeschäfte ganz ohne Bargeld

Bisher können Kunden überall – bis auf wenige Ausnahmen – mit Bargeld bezahlen. Das soll sich bald ändern, denn die Regierung will die sogenannte Bargeldregel ändern – und zwar so, dass mehr Geschäfte selbst entscheiden können, ob sie noch Scheine und Münzen annehmen oder eben nur noch Zahlungen mit Dankort oder anderen bargeldlosen Methoden akzeptieren. Die Sicherheit der Mitarbeiter soll damit verbessert werden. Das berichtet Danmarks Radio.
2017 gab es eine erste Gesetzesänderung, die es einigen bestimmten Geschäften erlaubte, zwischen 22 und 6 Uhr keine Barzahlungen anzunehmen. Auch dabei stand die Sicherheit der Mitarbeiter im Vordergrund, denn dort wo abends Bargeld in der Kasse liegt, ist die Gefahr eines Überfalls am Größten.

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