Wilde Natur

Nordschleswig im Wettbewerb um naturbelassenste Kommune

Nordschleswig im Wettbewerb um naturbelassenste Kommune

Nordschleswig im Wettbewerb um naturbelassenste Kommune

Nordschleswig
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Mehr wilde Natur ist das Ziel des vom Umweltministerium initiierten Wettbewerbs. Bis zum Herbst 2022 haben die Kommunen Zeit, ihre Projekte zu justieren. Am Haderslebener Damm findet sich bereits viel Natur. Foto: Nils Baum

92 Kommunen präsentieren ihre Pläne, um Dänemark grüner zu machen. Auch die vier nordschleswigschen Kommunen nehmen an dem vom Umweltministerium ausgeschriebenen Wettbewerb um die „wildeste“ Kommune teil. Ziel ist, mehr naturbelassenen Lebensraum zu schaffen.

Wo findet sich Dänemarks „wildeste“ Kommune, die der Natur viel Freiraum gibt?

Diese Frage hat Umweltministerin Lea Wermelin allen 98 Kommunen des Landes Anfang Februar gestellt und damit den Startschuss für einen Wettbewerb um die Kommune mit der meisten Natur gegeben.

Alle vier Kommunen Nordschleswigs dabei

In Nordschleswig nehmen alle vier Kommunen an dem Wettbewerb teil.

In der Kommune Apenrade (Aabenraa) rechnet man sich Chancen auf einen Sieg aus, weil „wir Dänemarks wildesten Plan für Biodiversität entwickeln“. So lautet zumindest die offizielle Begründung der Kommune auf der zugehörigen Internetseite.

Die Kommune Sonderburg (Sønderborg) führt an, an ihrem kommunalen grünen Buch zu arbeiten, das sie dem Umweltministerium baldmöglichst zukommen lassen möchte.

Auch in Hadersleben (Haderslev) hofft man auf den ersten Platz. „Wir sind gut darin, kreative Lösungen zu finden, von den Erfahrungen anderer zu lernen und die Lösungen zu finden, die am meisten Biodiversitäten geben“, heißt es vonseiten der Kommune.

Und in Tondern (Tønder) sind verschiedene Initiativen geplant wie Grünstreifen entlang der Straßen und grüne Gegenden, außerdem möchte die Kommune mehr Menschen von der Initiative überzeugen und die Aufgabe für mehr Natur zu einer gemeinsamen Sache machen.

Harte Konkurrenz

Die nordschleswigschen Kommunen stehen jedoch in Wettbewerb mit weiteren 88 Kommunen, von denen einige ihre Wälder unberührt lassen und alte Bäume als Ort für Pilze, Insekten, Fledermäuse und Vögel bewahren wollen. Andere wollen Naturbotschafter ernennen und das Thema „Biodiversität“ auf den Lehrplan an den Schulen setzen.

Umweltministerin Lea Wermelin begeistert

„Ich bin begeistert, dass sich 92 Kommunen für den Wettbewerb für Dänemarks wildeste Kommune angemeldet haben und Raum schaffen wollen für die unberührte Natur – sowohl physisch als auch im Bewusstsein der Leute. Gemeinsam können wir etwas erreichen für die Tausenden Pflanzen- und Tierarten, die akut bedroht sind. Deshalb ist es entscheidend, dass wir wilde Natur und Biodiversität auf die Tagesordnung setzen“, sagt Umweltministerin Lea Wermelin.

Wettbewerb läuft bis Herbst 2022

Der Wettbewerb läuft noch bis zum Herbst kommenden Jahres, so dass die Kommunen ihre Projekte unterwegs anpassen können. Orientierung dabei soll eine interaktive Dänemark-Karte geben, auf der die Kommunen ihre Einsätze dokumentieren können.

Interaktive Karte

Prämie: 1 Million Kronen

Der Gewinnerkommune winken eine Million Kronen Prämie, mit der ein Projekt für mehr unberührte Natur finanziert werden kann. Das Geld wird von Den Danske Naturfond bereitgestellt.

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