Energiewende

2021 trotz weniger Sonnenschein mehr Solarstrom

2021 trotz weniger Sonnenschein mehr Solarstrom

2021 trotz weniger Sonnenschein mehr Solarstrom

Apenrade/Aabenraa
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Bei Kassö entsteht ein riesiger Park mit Fotovoltaikanlagen, der den Anteil des Solarstroms an der dänischen Stromversorgung steigern wird. Foto: Volker Heesch

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Die staatliche dänische Netzgesellschaft meldet einen neuen Rekord bei der Erzeugung von Fotovoltaik-Strom. In diesem Jahr werden neue Anlagen in Nordschleswig den Anteil der umweltfreundlichen Stromgewinnung steigern. 2021 war ein schlechtes Windjahr.

Zum Jahreswechsel hat die staatliche dänische Energie-Infrastrukturgesellschaft Energinet einen neuen Rekord beim Anteil des Solarstroms an der dänischen Stromversorgung gemeldet. Trotz einer 2021 landesweit um 10 Prozent niedrigeren Sonnenscheindauer als im Vorjahr und eines um 5 Prozent gestiegenen Stromverbrauchs erhöhte sich der Anteil des Solarstroms von 3,4 auf 3,6 Prozent an der Stromversorgung.

Neuer Park bei Kassö

Der Anteil des Solarstroms dürfte weiter steigen, da beispielsweise in Nordschleswig im Bereich des Umspannwerkes Kassö (Kassø) bei Apenrade (Aabenraa) in diesem Jahr eine Anlage mit einer Leistung von 240 Megawatt in Betrieb gehen wird. „Es kommen im Rahmen der grünen Umstellung mehr Solaranlagen ins dänische Stromversorgungssystem. Deshalb gibt es mehr neue Rekorde, und wir werden immer besser, mehr Energie aus dem Sonnenlicht zu nutzen“, so der Mitarbeiter von Energinet, Jesper Kronborg. „Bereits in zwei bis drei Jahren erwarten wir, dass der Solarstrom einen Anteil von 10 Prozent an der dänischen Stromversorgung erreicht“, so der Fachmann, der am Ausbau der erneuerbaren Energiegewinnung in Dänemark beteiligt ist.

Flauten stoppten Windkraftanlagen

Kronborg äußert sich auch zu den Zahlen im Bereich Windenergie in Dänemark. Dort hatte es trotz der Inbetriebnahme des 600-Megawatt-Meereswindparks Kriegers Flak zwischen den Inseln Møn und Rügen einen auf 64,5 Prozent geschrumpften Anteil an der dänischen Stromversorgung gegeben.

„Der Rückgang erklärt sich durch die Tatsache, dass 2021 ein historisch schlechtes Windjahr gewesen ist“, so Kronborg. Es gab rund 10 Prozent weniger Wind als in einem Normaljahr. 2020 hatte es 4 Prozent mehr Wind als normal gegeben. In diesem Jahr rechnet Kronborg mit einem Anteil der Windenergie in Höhe von 50 Prozent an der dänischen Stromversorgung, wenn es ein einigermaßen normales Windjahr gibt.

In Nordschleswig werden aktuell kaum neue Windkraftanlagen errichtet. Am populärsten sind zuletzt Hauswindräder oftmals im Bereich von Bauernhöfen gewesen.

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