Europaparlament

DF macht gemeinsame Sache mit Lega und AfD

ritzau/gn
Mailand/Kopenhagen
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Die Rechtspolitiker Olli Kotro, Jörg Meuthen, Matteo Salvini und Anders Vistisen gehen in Europa gemeinsame Wege. Foto: Miguel Medina AFP/RitzauScanpix

Die Dänische Volkspartei (DF) bildet mit drei Rechts-Parteien eine neue Zusammenarbeit im Europaparlament. Einwanderung und nationale Kultur sind die Hauptthemen.

Die Dänische Volkspartei (DF) bildet mit drei anderen Rechtsparteien eine neue Zusammenarbeit im Europaparlament. Die neue Kooperation wurde am Montag in Mailand präsentiert: Neben DF sind die Parteien Alternative für Deutschland, De Sande Finner und Lega aus Italien an der Zusammenarbeit beteiligt.

Laut Europaparlamentsmitglied Anders Vistisen von DF ist es noch nicht beschlossen, ob die vier Parteien eine neue Gruppe im Parlament bilden werden, oder ob sie unabhängig von ihrer jetzigen Gruppenzugehörigkeit zusammenarbeiten werden.

Wenn die vier Parteien eine neue Gruppe im Parlament gründen wollen, müssten sie formell 25 Mitglieder aus einem Viertel aller EU-Mitgliedsländer zusammenbringen. Das heißt, dass man Mitglieder aus mindestens drei weiteren Ländern finden müsste.

Dansk Folkeparti und De Sande Finner sind Teil der konservativen Gruppe ECR unter anderem mit den Sverigedemokraterna und den britischen Konservativen. Lega mit Matteo Salvini an der Spitze sind bisher in einer Gruppe mit der französischen National von Marie Le Pen, während die AfD mit einer ganz dritten Gruppe, EFDD, u.a. mit der britischen Brexit-Partei von Nigel Farage kooperiert.

„Wir denken, dass wir mehr gemeinsam haben, als uns trennt", sagt Anders Vistisen. „Sollten wir nach der Wahl zusammenfinden können, wären wir eine der größten Gruppen im Parlament.

Am 26. Mai finden in Dänemark die Europaparlamentswahlen statt. Spitzenkandidat der DF ist der Haderslebener Peter Kofod Poulsen.

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