Feldarbeiten

Alles Gülle: Viele Felder sind zu nass

Alles Gülle: Viele Felder sind zu nass

Alles Gülle: Viele Felder sind zu nass

TV2/Gwyn Nissen
Nordschleswig/Sønderjylland
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Die meisten Landwirte müssen noch warten, bevor sie Gülle ausbringen können. Die Felder sind nach monatelangem Regen zu nass. Foto: Morten Stricker/Midtjyske Medier/Ritzau Scanpix

Die nassen Bodenverhältnisse bereiten einigen Landwirten Schwierigkeiten. Vor allem, wenn die Gülle-Kapazität nicht mehr ausreicht. Die meisten Landwirte finden aber eine Lösung, meint der Vorsitzend der deutschen Bauern in Nordschleswig.

Landwirte dürfen seit dem 1. Februar wieder Gülle auf ihre Felder ausbringen, doch viele Felder sind nach monatelangem Regen zu nass. Dabei sind viele Güllebehälter bis an den Rand gefüllt.

Während Landwirte gegenüber dem Fernsehsender TV2 „ein großes Problem" sehen, ist der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Hauptvereins für Nordschleswiger, Jørgen Popp Petersen, immer noch verhalten optimistisch.

Ausweichmöglichkeiten

„Es stimmt schon, dass viele Felder unter Wasser stehen, aber es war schon einmal schlimmer", erinnert sich Popp Petersen. „Die meisten Landwirte haben höher gelegene Felder, auf denen sie ihre Gülle ausbringen können."

Und mit jedem Tag Trockenheit würden weitere Felder für die Landwirte befahrbar, erklärt der LHN-Vorsitzende. Die Probleme seien unterschiedlich von Landwirt zu Landwirt abhängig von der Gülle-Kapazität und der Lage der Felder:

„Ich weiß von einigen Landwirten, dass sie am Sonnabend bereits Gülle ausgebracht haben. Darüber hinaus ist in letzter Zeit viel Gülle verlagert worden, wenn die eigenen Tanks nichts mehr aufnehmen können."

Popp: „Der Frühling kommt bestimmt"

Der Regen trägt ebenfalls dazu bei, dass der Güllestand in den Tanks steigt, doch die meisten Landwirte hätten gerade aus diesem Grund heute überdachte Gülletanks, so Popp Petersen. Und auch wenn es in diesen Wochen und Monaten nass ist: „Der Frühling kommt bestimmt", sagt der erfahrene Landwirt mit einem Lächeln.

Das warme Wetter böte einigen Landwirten auch neue Möglichkeiten, so der Vorsitzende. „Ich würde mich nicht wundern, wenn die ersten Landwirte in den kommenden Tagen pflügen und säen. Der Boden ist warm genug."

Doppelte Ernte

Auch in Dänemark werde damit experimentiert, Felder zweimal zu ernten. „Die Saison ist in den letzten 50 Jahren um 17 Tage verlängert worden, und das gibt neue Möglichkeiten, zum Beispiel zu Beginn der Saison Gras zu säen und nach dem ersten Schnitt dann Mais zu pflanzen", erklärt Jørgen Popp Petersen. Die ersten Versuche seien zwar nicht sehr positiv gewesen, doch es werde bei Wetterbedingungen wie diese, laut dem LHN-Vorsitzenden, sicherlich neue Versuche geben.

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