EU-Wahl

13 Sitze zu vergeben: Die EU-Wahl

Jan Peters
Jan Peters Hauptredaktion
Süddänemark
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Die EU-Wahl findet in Dänemark am 26. Mai statt. Foto: Ritzau / Scanpix

Noch ist die EU-Wahl nur ein beiläufiges Thema im Lande. Doch schon in gut einem Monat können die Bürger in der Europäischen Union ihre Kandidaten für das Parlament in Brüssel wählen. Die große Frage ist jedoch: Bei wem setze ich mein Kreuz? Um die Antwort auf diese Frage zu erleichtern, gibt es hier einige Informationen zur Wahl.

Von den 705 Sitzen im EU-Parlament sind bisher 13 für Vertreter aus Dänemark vorgesehen – 14 Sitze werden es jedoch, wenn sich Großbritannien für einen Brexit entscheidet und sich aus der EU zurückzieht.

Bei der Europawahl 2014 gab es 13 dänische Sitze. Die stärksten Parteien stellten die Dänische Volkspartei sowie die Sozialdemokraten mit je drei Sitzen. Die Radikale Venstre sichert sich zwei Sitze und Venstre, die Sozialistische Volkspartei, die Konservative Volkspartei und die Volksbewegung gegen die EU haben je einen Sitz im Parlament. Den 13. Sitz hat eine parteilose Kandidatin, die für DF in das Parlament gewählt wurde, sich jedoch 2015 lossagte.

Foto: Lana Riedel

Parteien und ihre EU-Koalitionen

Allerdings schließen sich die dänischen Parteien mit anderen Parteien aus der EU zu Fraktionen und auch Parteien zusammen, die ähnliche Ziele verfolgen.

Die Dänische Volkspartei gehört zur „Fraktion der Europäischen Konservativen und Reformer (EKR)“.
Die Sozialdemokraten haben sich der „Fraktion der Progressiven Allianz der Sozialdemokraten (S&D)“ angeschlossen, gehören jedoch gleichzeitig zu der „Sozialdemokratischen Partei Europas (SPE)“.

Radikale Venstre und Venstre gehören zur Fraktion der Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa (ALDE), die gleichzeitig auch eine Europapartei bildet.

Die Sozialistische Volkspartei ist Teil der Fraktion „Die Grünen/Europäische Freie Allianz (Grüne/EFA)“ und hat sich in den Zusammenschluss von sieben nordischen grün-links-Parteien eingegliedert: die „Nordisch-Grün-Linke Allianz (NGLA)“.

Die Konservative Volkspartei ist in der „Fraktion der Europäischen Volkspartei (Christdemokraten)“, die ebenfalls gleichzeitig eine Partei bildet.

Letztlich bildet die Volksbewegung gegen die EU mit anderen linken, sozialistischen und kommunistischen Parteien aus anderen EU-Ländern die „Konföderale Fraktion der Vereinten Europäischen Linken/Nordischen Grünen Linken (GUE/NGL)“.

Parteien und Kandidaten:

Sozialdemokraten (A): 9 Kandidaten, Spitzenkandidat Jeppe Kofod
Venstre (V): 12 Kandidaten, Spitzenkandidat: Morten Løkkegaard
Konservative Volkspartei (C): 16 Kandidaten. Spitzenkandidatin: Pernille Weiss
Radikale Venstre (B): 20 Kandidaten, Spitzenkandidat: Morten Helveg Petersen
Sozialistische Volkspartei (F): 17 Kandidaten, Spitzenkandidatin: Margrete Auken
Liberale Allianz (I): 11 Kandidaten, Spitzenkandidatin: Mette Bock
Dänische Volkspartei (O): 10 Kandidaten, Spitzenkandidat: Peter Kofod Poulsen
Einheitsliste (Ø): 14 Kandidaten, Spitzenkandidat: Nikolaj Villumsen
Alternative (Å): 9 Kandidaten, Spitzenkandidat: Rasmus Nordquist
Volksbewegung gegen die EU (N): 18 Kandidaten, Spitzenkandidatin: Rina Ronja Kari

Foto: Lana Riedel

Die dänischen Parteien stellen Kandidaten auf, die am 26. Mai um die Sitze konkurrieren werden. Die Wahlbeteiligung lag 2014 bei 42,61 Prozent.

Einige Kandidaten stammen aus dem süddänischen Raum. Dazu gehören Asger Christensen (V), Lasse Holm Grønning (Soz.), Sissel von Run-Kvist (Rad. V.), Ole Lynggaard Jørgensen (Rad. V.), Dino Selimovic (Kons.), Karin Rohr Genz (Alternative), Peter Kofod Poulsen (DF) sowie die beiden Vertreter der „Volksbewegung gegen die EU“, Mette Langdal und Niels Jørgen Bæk Paulsen, die sich aus Nordschleswig für einen EU-Sitz bewerben. Die letztgenannten drei Kandidaten stammen aus Nordschleswig.

Bei der diesjährigen EU-Wahl stellen sich unter anderem auch der frühere Verteidigungsminister Søren Gade (V) sowie die Ehefrau von Staatsminister Lars Lokke Rasmussen, Bergur Larsson Løkke Rasmussen, zur Wahl.

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