Region Süddänemark

Ex-Außenminister Søvndal voll grenzüberschreitend

Ex-Außenminister Søvndal voll grenzüberschreitend

Ex-Außenminister Søvndal voll grenzüberschreitend

Peter Lassen
Peter Lassen Hauptredaktion
Kolding/Apenrade
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Werden sie bald Kollegen? SP-Mann Gösta Toft und SF-Spitze Villy Søvndal … Foto: Ruth Candussi

SF-Spitzenkandidat unterstützt die SP in ihrer Forderung nach mehr Zusammenarbeit über die Grenze.

„Alles, was grenzüberschreitend geht, sollten wir anpacken. Ich bin für so viel Zusammenarbeit wie irgend möglich.“ So der frühere dänische Außenminister Villy Søvndal, der sich als Spitzenkandidat der Sozialistischen Volkspartei anschickt, in den Rat der Region Süddänemark einzuziehen nach der Wahl am 21. November.

Auf die Frage des Nordschleswigers, ob er sich dem Wunsch oder Traum der Schleswigschen Partei nach einem Krankenhaus Schleswig anschließen könnte, meint der 65-jährige frühere Koldinger Lokalpolitiker und langjährige führende Landespolitiker, dass er sich so ein Gebilde absolut vorstellen könnte. „Ich weiß ja nicht, was damals schief lief, als man die Strahlenbehandlung in Flensburg abschaffte. Da saß ich nicht im Regionsrat, aber das hatte wohl etwas mit der Bezahlung zu tun“, so der einstige Vorsitzende von SF.

Für die Menschen am besten ist

Aber genau wie die SP meint er nicht, dass man in Sachen Zusammenarbeit alles auf die Goldwaage legen sollte: „Es gilt da ja auch, insbesondere Rücksicht zu nehmen auf die Patienten. Es ist schon ein Unterschied, ob man aus Bülderup oder Bau nach Flensburg oder nach Odense fahren muss. Es geht auch darum, was am praktischsten und für die Menschen am besten ist. Damit müssen wir uns erneut beschäftigen.“

Ob er da auch seine landespolitischen Fäden ziehen könnte? Villy Søvndal, der sich im Dezember 2013 krankheitsbedingt aus der Landespolitik verabschiedete und damals auch seinen Ministerposten aufgab, macht ganz klar, dass er nie wieder in die Landespolitik zurückkehren wird. Aber natürlich sei man im Regionsrat von der Landespolitik abhängig.

„Denn die bewilligen ja das Geld“, so der SF-Spitzenkandidat diplomatisch und mit dem Hinwies, dass ihm als Politiker zwei Sachen am Herzen liegen: dass die Krankenhäuser und das Gesundheitswesen bestmöglich wirken können – und dass man der Region zukünftig genug Fachkräfte sichern kann. Da sei eine enge Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Gewerkschaften, Kommunen und Region nötig.

Übrigens: Ganz hält sich Søvndal nicht aus der Landespolitik raus. Aktuell schrieb er einen offenen Brief an Venstre-Gesundheitsministerin Ellen Trane Nørby, weil er Sorge habe um das Gesundheitswesen, das unter großem Drucks stehe.

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