SP-Workshop

Wie lebt es sich 2035 in Nordschleswig?

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
Nordschleswig
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Die verschiedenen Gruppen mussten beim SP-Workshop zur Zukunft Nordschleswigs Stellung beziehen. Foto: Gwyn Nissen

Diese Frage haben sich Vertreter der Schleswigschen Partei am Donnerstagabend in einer Profilwerkstatt gestellt.

Bis zur nächsten Kommunalwahl sind es noch drei Jahre hin, aber nach dem Motto „nach der Wahl ist vor der Wahl“ hat die Schleswigsche Partei – die politische Partei der deutschen Minderheit in Nordschleswig – am Donnerstagabend eine Profilwerkstatt durchgeführt. Nicht, um den nächsten Wahlkampf konkret vorzubereiten, sondern um die aktuelle SP-Politik in den vier Kommunen im Landesteil zu unterstützen.

„Es ist für uns ein neues Konzept, und es geht darum, wie die SP neue Initiativen in die Stadtratsarbeit einbringen kann“, sagt der Vorsitzende der Schleswigschen Partei, Carsten Leth Schmidt.

Nach drei Inspirationsvorträgen über Tourismus in Nordschleswig, Stadtentwicklung und neue Technologien stellten sich die Teilnehmer die übergeordnete Frage „Wie lebt es sich 2035 in Nordschleswig?“

Die Zeitspanne sei bewusst lang, um abzuheben und Fantasien zu entwickeln, so BDN-Kommunikationschef und Workshopleiter Harro Hallmann, aber auch nicht länger, damit „wir die Bodenhaftung nicht verlieren“.

Beim Workshop der Schleswigschen Partei wurden verschiedene Themen diskutiert. Foto: Gwyn Nissen

In den Gruppen ging es unter anderem um die Konsequenzen der neuen (und noch nicht bekannten) Technologien und welche Bedeutung diese für das Zusammenleben im Landesteil haben werden. Dabei sollten die Zukunftsszenarien in kurzen Workshops fertiggestellt werden – „eine unmögliche Aufgabe“, so Harro Hallmann, „aber ihr schafft das.“

„Szenarien sind wunderbare Werkzeuge, wenn man die Zukunft gestalten soll und weiter nach vorn blicken möchte“, sagt Harro Hallmann. „Natürlich geht es um die Zukunft Nordschleswigs, für die wir uns einsetzen.

Alex Søndergaard von den jungen SPitzen, der Jugendorganisation der Schleswigschen Partei, fand die Arbeit in den Workshops spannend.

„Es ist interessant, viele verschiedene Meinungen zu den Themen zu hören. Dadurch wird einem unter anderem der Horizont erweitert. Ich denke nicht, dass alle Ideen gleich in Politik umgesetzt werden können, aber wenn man daran feilt, kann das eine oder andere Element sicherlich zum Einsatz kommen“, sagt Søndergaard.

Das bestätigte auch Harro Hallmann: „Die Szenarien sind nicht das Schlussprodukt, sondern wir arbeiten damit weiter.“

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