Kommunalwahl 2021

„Ich kann gut verstehen, dass sie meinen Job haben will“

„Ich kann gut verstehen, dass sie meinen Job haben will“

„Ich kann gut verstehen, dass sie meinen Job haben will“

Sonderburg/Sønderborg
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Folketingspolitikerin Ellen Trane Nørby fordert Bürgermeister Erik Lauritzen als Bürgermeisterkandidatin heraus. Foto: Karin Riggelsen

Ellen Trane Nørby will 2021 für Venstre das Sonderburger Bürgermeisteramt übernehmen. Was sagen Bürgermeister und Vize-Bürgermeister zur Kandidatur der Folketingspolitikerin?

Bürgermeister Erik Lauritzen (Soz.) zeigt großes Verständnis für die Kandidatur von Ellen Trane Nørby (V), die bei der Kommunalwahl 2021 das Bürgermeisteramt übernehmen will.

„Ich kann doch gut verstehen, dass sie meinen Job haben will, es ist der beste Job in ganz Sonderburg. Ich kann nur sagen: Willkommen in der Lokalpolitik. Hier brauchen wir weitaus weniger Zeit dafür, hintereinander her zu sein.“ Ellen Trane Nørbys Kandidatur werde „sehr spannend“, so Lauritzen.

„Lokalpolitik ist etwas ganz anderes als Folketingspolitik, auch im Wahlkampf. Das kann man nicht einfach kopieren. Wir starten als Kandidaten alle von gleicher Stelle aus. Ich kann hören, dass manche bereits von einem Präsidentschaftswahlkampf sprechen, aber ich kann nur hoffen, dass es nicht auf Ellen gegen Erik hinausläuft. Denn es gibt auch die anderen Parteien, die sich in Stellung bringen. Und es ist doch genau diese Vielfalt, die wir haben möchten.“

Ich sage nicht, dass es leicht wird, das wird es bestimmt nicht. Aber es geht eben auch um die anderen Parteien, wie die abschneiden und wie sich die Stimmen am Ende verteilen. Viele Dinge werden eine Rolle spielen. Wenn die Frage darauf abzielt, ob ich mich vor einer Folketingspolitikerin mehr fürchte als vor einem Stadtratsmitglied, lautet die Antwort also Nein.

Erik Lauritzen, Bürgermeister

Ist es etwas anderes, gegen ein Folketingsmitglied anzutreten, als gegen einen „gewöhnlichen“ lokalen Kandidaten?

„Jetzt habe ich dreimal gegen Peter Hansen (ehemaliger Spitzenkandidat von Venstre, d. Red.) gekämpft, und ich denke, der nächste Wahlkampf wird keine größere Aufgabe als vorher. Ich sage nicht, dass es leicht wird, das wird es bestimmt nicht. Aber es geht eben auch um die anderen Parteien, wie die abschneiden und wie sich die Stimmen am Ende verteilen. Viele Dinge werden eine Rolle spielen. Wenn die Frage darauf abzielt, ob ich mich vor einer Folketingspolitikerin mehr fürchte als vor einem Stadtratsmitglied, lautet die Antwort also Nein.“

Erik Lauritzen ist bei der Wahl 2017 mit 8.024 Stimmen in den Stadtrat gewählt worden und ist seit 2013 Bürgermeister der Kommune Sonderburg.

Vize-Bürgermeister: Macht den Wahlkampf spannend

Stephan Kleinschmidt (Schleswigsche Partei) ist Vizebürgermeister der Kommune. Er war von der Kandidatur der Venstre-Politikerin nicht überrascht und sagt: „Das hat man kommen sehen und ist ein Jahr vor der Wahl eine spannende und interessante Kandidatur. Das macht den Wahlkampf im nächsten Jahr sicherlich spannender. Im Sonderburger Stadtrat haben wir ein gesundes und gutes Kooperationsklima, und Venstre ist ein Bestandteil dieser Zusammenarbeit. Ich gehe davon aus, dass das auch mit Ellen Trane Nørby so sein wird, in welcher Funktion auch immer.“

Kleinschmidt hat sich zu seiner eigenen Kandidatur noch nicht positioniert. Die Kandidaten der SP werden dazu in naher Zukunft Stellung nehmen. Fest steht bislang nur, dass Stadtratsmitglied Dieter Jessen nicht wieder zur Wahl antritt.

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