Kooperation

Kommunen legten Umzug zur Bereitschaftsschule ans Herz

Kjeld Thomsen
Kjeld Thomsen Lokalredakteur
Tingleff/Tinglev
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Folketingspolitikern und Kandidaten wurde Bereitschaftsfusion „Brand og Redning“ erläutert. Foto: Friedrich Hartung

Führende Kräfte der Kommunen übergreifenden Feuerwehrkooperation „Brand og Redning“ appellierten an Folketingspolitiker und Kandidaten, den Verwaltungssitz ihrer Bereitschaftskooperation „Brand og Redning“ zu verlegen.

Der Ball liegt nun auf der Seite der Landespolitiker. Die Kommunen Apenrade, Hadersleben und Tondern haben gestern in Tingleff bei einem Treffen mit Folketingspolitikern und Kandidaten verschiedener Parteien ihrem Wunsch Nachdruck verliehen, den Verwaltungssitz ihrer Bereitschaftskooperation „Brand og Redning“ vom jetzigen provisorischen Standort im Højskolevej zur Technischen Bereitschaftsschule zu verlegen.

Das Treffen fand in Sitzungsräumen der Bereitschaftsschule statt und das war nicht nur aus Platzgründen so gewählt. Mit der Schule arbeite man sehr gut zusammen und man erhoffe sich von der gleichen Adresse viel Synergie, so Tonderns Bürgermeister und Vorsitzender von „Brand og Redning“, Henrik Frandsen, in der Begrüßung der rund zehn Politiker.

Da die Sondergenehmigung für die derzeitigen Bürocontainer befristet ist, müsse der 2015 in Aussicht gestellte Umzug zur Bereitschaftsschule bald erfolgen, so die Botschaft an die Volksvertreter.
„Es gibt viele leer stehende Gebäude wie etwa Rathäuser. Es wäre ein Leichtes, irgendwo 24 Büroräume zu finden. Darum geht es aber nicht“, betonte Apenrades Bürgermeister Thomas Andresen. Auch er brach eine Lanze für den gemeinsamen Standort von staatlicher Schule in Tingleff und der kommunalen Einheit und auch er verwies auf die außergewöhnlichen Kooperationsmöglichkeiten. Man schaffe ein Kompetenzzentrum, das hohe fachliche Qualität garantiert und die Motivation bei Personal und Feuerwehrleuten erhöht, so Andresen.

Er ging auf den ursprünglichen Plan des gemeinsamen Standortes ein: Nicht mehr zeitgemäße Zimmer im Hauptgebäude der Schule könnten zu Büroräumen umgebaut und von „Brand og Redning“ gemietet werden. Die Bereitschaftsschule würde quasi als Ersatz einen Trakt mit Zimmern neu bauen.
Das erfordert nicht nur generell politisches, grünes Licht, sondern auch finanzielles Wohlwollen. Nach Rücksprachen mit den Behörden ist für die 300 Quadratmeter benötigte Fläche (ca. 25 Mitarbeiter) eine Jahresmiete von knapp einer Million Kronen veranschlagt. Das sei für „Brand og Redning“ dann schon ein großer Happen, so Apenrades Bürgermeister. Wohl wissend, dass dem Staat ein Zimmerneubau etwa 50 Millionen Kronen kosten dürfte, so Andresen, halte er einen Miet-Marktpreis von 6.000 bis 8.000 Kronen pro Quadratmeter (im Jahr), wie er in Tingleff üblich ist, für angemessener.

Zu sehr an Zahlen wollten sich weder Thomas Andresen, Henrik Frandsen noch Lars Møldrup, Direktor von „Brand og Redning“, aufhalten. In den Mittelpunkt wurde vielmehr die Möglichkeit gesetzt, in absehbarer Zeit überhaupt zur Technischen Bereitschaftsschule zu ziehen. Jetzt heißt es abwarten.

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