Landwirtschaft

In der Kartoffelmehlbranche bahnt sich Fusion an

In der Kartoffelmehlbranche bahnt sich Fusion an

In der Kartoffelmehlbranche bahnt sich Fusion an

Monika Thomsen
Monika Thomsen
Tondern/Tønder
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Die Kartoffelmehlfabrik in Toftlund, die während der vergangenen Jahre expandiert hat, strebt einen Zusammenschluss mit Brande an (Archivfoto). Foto: Karin Riggelsen

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Die Fabrik im nordschleswigschen Toftlund und ihre Kollegin im mitteljütischen Brande liebäugeln mit einem Zusammenschluss. Im Februar sollen Nägel mit Köpfen gemacht werden.

Nachdem die Vorstände schon länger das Terrain für eine engere und verpflichtende Zusammenarbeit sondiert haben, streben die Fabriken zur Herstellung von Kartoffelstärke im nordschleswigschen Toftlund und dem mitteljütischen Brande nun eine Fusion an.

Andelskartoffelmelsfabrikken Midtjylland (AKM) in Brande und Andels-Kartoffelmelsfabrikken Sønderjylland (AKS) in Toftlund lassen auf außerordentlichen Generalversammlungen am 24. Februar die Anteilseigner darüber abstimmen.

Die Welt um uns herum entwickelt sich und nun ist die Zeit reif. Wir haben eine einzigartige Chance, um zwei leistungsfähige und moderne Fabriken zusammenzuführen.

Peter Petersen, Vorsitzender

Schalten sie die Ampel auf Grün, trägt die zusammengeschlossene Gesellschaft den Namen Andels-Kartoffelmelsfabrikken Danmark (AKD).

Sondierungen laufen seit mehreren Jahren

Der Vorsitzende des nordschleswigschen Unternehmens, Peter Petersen, weist darauf hin, dass die Fusion seit mehreren Jahren angestrebt gewesen ist, es bislang aber schwer war, mit endgültigen Absprachen ins Ziel zu gelangen.

„Die Welt um uns herum entwickelt sich und nun ist die Zeit reif. Wir haben eine einzigartige Chance, um zwei leistungsfähige und moderne Fabriken zusammenzuführen. Das sogar zu einem Zeitpunkt, wo es für unsere Produkte günstige Marktbedingungen gibt“, so Petersen.

Auf dem globalen Markt für Nahrungsmittel seien die Produkte der beiden Produktionsstätten gefragt. „Es gibt somit weiterhin einen Absatz für die gesamte Produktion von beiden Fabriken. Schließungen sind im Zuge der Fusion nicht auf der Tagesordnung. Ganz im Gegenteil“, so Petersen.

Die aus den dänischen Erdäpfeln gewonnenen Produkte sind auf dem globalen Markt gefragt (Archivfoto). Foto: Monika Thomsen

Kräfte werden gebündelt

In Toftlund werden auf Jahresbasis etwa 45 Mitarbeitende beschäftigt, und es gibt 240 Anteilseigner.

„Die fusionierte Gesellschaft wird nämlich die Aufgabe leichter stemmen können und gezielt in Erweiterungen in beide Fabriken investieren können“, unterstreicht der Vorsitzende.

Sein Kollege Martin Arvad, Vorsitzender des Unternehmens in Brande, betont, dass die Fusion für beide Fabriken ein Stück Zukunftssicherung ist.

Strukturwandel macht vor Kartoffelbauern nicht halt

„Die Strukturentwicklung in der Landwirtschaft umfasst auch die Kartoffelproduzenten. Die Betriebe unserer Anteilseigner werden ständig größer, spezialisieren sich mehr und sind abhängiger von der Kartoffelzucht. Gleichzeitig steigen die grundlegenden Kosten auf dem einzelnen Hof weiter“, so Arvad.

„Wenn es weiterhin attraktiv sein soll, Kartoffeln der Speisestärke wegen anzubauen und die zwei Unternehmen ihre starke Position auf dem globalen Markt festhalten und ausbauen wollen, muss der Fokus auf die finanziellen Vorteile gerichtet sein“, erklärt Martin Arvad.

Die Vorstände sind der Auffassung, dass sofortige und langfristige Gewinne eingefahren werden können.

Optimierung und Umstellung

„Einer der ersten Vorstöße wird das Optimieren der Logistik und der Produktion von Kartoffelmehl sein. Das zahlt sich bereits in der kommenden Liefer-Kampagne für die Anteilseigner finanziell aus“, berichtet Martin Arvad.

Zudem sind die Vorstände davon überzeugt, dass die Produktionsstätten im Verhältnis zur notwendigen grünen Umstellung gemeinsam viel bessere Ergebnisse erzielen können als jede für sich.

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