Kulturerbe

Biikebrennen bei Emmerleff-Kliff

Biikebrennen bei Emmerleff-Kliff

Biikebrennen bei Emmerleff-Kliff

Emmerleff/Emmerlev
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Früher wurden die Walfänger mit dem Biikefeuer verabschiedet. Foto: DN: Archiv

Nach altem Brauch wird auch in Hoyer am 21. Februar das Biikebrennen gefeiert. In Deutschland ist das Biikebrennen im bundesweiten Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Biike und der Petritag sind noch heute wichtige Feiertage auf den nordfriesischen Inseln und Halligen und auf den dänischen Wattenmeerinseln.

Am 21. Februar findet das Biikebrennen bei Emmerleff-Kliff statt. Der Lokalhistorische Verein für Hoyer und Umgebung, der dänische Grenzverein und „Æ Synnejysk Forening“ sind Veranstalter des Abends. Beginn ist um 19 Uhr.

Nordschleswigscher Humor

Beim Feuer anlässlich des „Peers Awten“, dem traditionelle Abschiedsabend der friesischen Seefahrer, spricht Sven-Erik Ravn, der frühere Herausgeber der Satirezeitschrift „Æ Rummelpot“ über nordschleswigschen Humor. Er wird sicher mit saftigen Beispielen die Lachmuskeln seiner Zuhörer strapazieren. Im Anschluss wird zu einem gemütlichen Abend im Saal von Hohenwarte in Hoyerschleuse eingeladen. Dort werden „Pharisäer“ und andere geistige Getränke serviert. Agnes Bossen liest mehrere Geschichten auf „Synnejysk“ vor. Die Teilnahme mit Erfrischung auf Hohenwarte kostet 100 Kronen.

Der Name Biikebrennen kommt aus dem Nordfriesischen (biike, Hochdeutsch: Bake bzw. Feuerzeichen) und ist in Nordfriesland ein traditionelles Volksfest mit Feuerbrauch, das am 21. Februar gefeiert wird. Der Ursprung des Festes ist unklar; wahrscheinlich sollte das Feuer im Mittelalter böse Geister vertreiben und die neue Saat schützen.

Verabschiedung der Walfänger

Auf den Inseln diente das Biikefeuer später zur Verabschiedung der Walfänger. Die Frauen zündeten die Feuer entlang des Strandes an, um den fahrenden Männern noch lange sicheres Geleit zu geben. Einer Sylter Legende nach galt dieses Signal gleichfalls den dänischen Männern auf dem Festland und sollte ihnen vermitteln, dass die Inselfrauen nun wieder allein auf dem Hof waren und Hilfe bei der Arbeit und „anderen Dingen“ benötigten (Quelle: Wikipedia).

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