Kinder und Jugendliche

BDN schiebt Projekt für europäische Jugend an

Sara Wasmund/Jan Peters
Berlin
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Aus alt wird im Kreativworkshop im Jugendhof Knivsberg neu. Foto: Karin Riggelsen

2019 soll auf dem Knivsberg der Grundstein für eine neue europäische Jugendarbeit gelegt werden.

Die Zukunft der Jugend aus deutschen Minderheiten in ganz Europa – sie soll 2019 auf dem Knivsberg beginnen. Der Bund Deutscher Nordschleswiger (BDN) hat am Mittwoch in Berlin einen entsprechenden Vorschlag vorgelegt. Im Rahmen des Treffens der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Minderheiten (AGDM) stieß die BDN-Initiative in der Hauptstadt auf offene Ohren.

„Derzeit gibt es für die Jugend der deutschen Minderheiten keine gemeinsame Jugendarbeit, keine gemeinsame Plattform“, sagt Hinrich Jürgensen, Hauptvorsitzender des BDN. Als der Minderheitenbeauftragte Bernd Fabritius kürzlich den Knivsberg besuchte, sei er von der dort geleisteten Jugendarbeit begeistert gewesen. „Das haben wir zum Anlass genommen, eine Zukunftswerkstatt für die Jugend deutscher Minderheiten zu initiieren.“ Diese soll 2019 auf dem Knivsberg stattfinden. „Wir haben vom BDN aus angeboten, dass wir den Knivsberg zur Verfügung stellen und die Planung übernehmen. Zudem wollen wir mit Ideen kommen, wie die Jugendarbeit innerhalb der deutschen Minderheiten gestaltet werden kann.“ Zwar gebe es die JEV, die Jugend Europäischer Volksgruppen, so Jürgensen, aber keine Jugendarbeit innerhalb der deutschen Minderheiten.

Im persönlichen Gespräch haben u. a. Lasse Tästensen vom Deutschen Jugendverband für Nordschleswig und Tobias Klindt, Vorsitzender der Jugendpartei junge SPitzen, die Idee gestern mit Fabritius besprochen. Tobias Klindt ist überzeugt: Ein Jugendbereich unter dem Mantel der AGDM ist richtig und wichtig. „Wir aus der deutschen Minderheit in Nordschleswig sind in der Verantwortung, den jungen Menschen anderer deutschen Minderheiten zu helfen. Damit sie die gleichen Möglichkeiten bekommen, die wir haben. Solche Bedingungen, wie sie bei uns vorzufinden sind, gibt es nämlich nicht überall“, erklärt er.

Außerdem könne mit einem Jugendbereich in der Arbeitsgemeinschaft der Fortbestand der einzelnen deutschen Minderheiten gesichert werden. „Wenn wir früh damit beginnen, die jungen Minderheitler zu organisieren, ist die Minderheitenzukunft besser zu sichern“, argumentiert Tobias Klindt für die Initiative.

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