Deutsche Minderheit

Corona: BDN-Hauptvorstand stimmt über Deutschen Tag ab

Corona: BDN-Hauptvorstand stimmt über Deutschen Tag ab

Corona: BDN-Hauptvorstand stimmt über Deutschen Tag ab

Apenrade/Aabenraa
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Holt Plan B aus der Schublade: BDN-Generalsekretär Uwe Jessen (Archivfoto) Foto: Karin Riggelsen

Verlängertes Versammlungsverbot im Jubiläumsjahr: Die Minderheitenspitze will bei 75-Jahr-Feier mit hochrangigen Gästen „auf Nummer sicher“ gehen.

Am 7. November sollte er groß gefeiert werden – der traditionelle Deutsche Tag. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) und weitere hochkarätige Gäste haben zugesagt, dabei zu sein, wenn die deutsche Minderheit in Dänemark zum jährlichen Fest nach Tingleff/Tinglev lädt.

Doch die Corona-Pandemie macht dem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung – zumindest der großen Feier.

Plan B soll am Wochenende beschlossen werden

Der Dachverband der Minderheit, der Bund Deutscher Nordschleswiger (BDN) hat nämlich einen Plan B in der Schublade – und der muss nach den Ankündigungen der Regierung am Freitag, dass die Corona-Restriktionen verlängert werden und dass besonders das Versammlungsverbot verschärft wird, nun schon früher herausgeholt werden, als ursprünglich geplant.

„Das hat natürlich Einfluss auf den Deutschen Tag und auch auf die BDN-Delegiertenversammlung am 20. Oktober“, sagt BDN-Generalsekretär Uwe Jessen am Freitagabend.

In einer E-Mail an die Mitglieder des BDN-Hauptvorstandes bittet er diese deshalb, bis Sonntagabend zum bereits erwähnten Plan B Stellung zu beziehen.

Kleine Veranstaltung statt großes Fest

Der sieht vor, dass die Delegiertenversammlung am 20. Oktober abgesagt wird und dass es statt eines traditionellen Deutschen Tages einen Deutschen Tag als kleinere „Jubiläumsveranstaltung“ zu 75 Jahren BDN mit 50 Personen geben wird.

„Die 75 Jahre sind ja nicht ganz unwichtig, nicht für uns, aber auch nicht für unsere Gäste“, so Jessen.

Und mit der Unterzeichnung des vierjährigen Zuwendungsvertrages mit dem Land Schleswig-Holstein steht ein aus BDN-Sicht in sich selbst als historisch zu bezeichnendes Ereignis auf dem Programm. 2,1 Millionen Euro soll es jährlich aus Kiel geben.

Dieser Vertrag sollte „am liebsten in gebührendem Rahmen unterzeichnet werden“, meint Jessen.

„Wir versuchen, so lange wie möglich daran festzuhalten“, sagt er über die Aussichten, dass es zu einer feierlichen Unterzeichnung mit dem Ministerpräsidenten kommt.

Die äußeren Umstände könne er nur bedauern, sagt der Generalsekretär. Der BDN wolle jedoch alles dafür tun, den geltenden Richtlinien zu entsprechen – und darüber hinaus. „Wir machen lieber auf Nummer sicher als umgekehrt“, so Jessen.

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