Interessantes Praktikum

Pariserin viereinhalb Monate im exotischen Nordschleswig

Pariserin viereinhalb Monate im exotischen Nordschleswig

Pariserin viereinhalb Monate im exotischen Nordschleswig

Apenrade/Aabenraa
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Nordschleswiger-Chefredakteur Gwyn Nissen bedankte sich mit einem Geschenk bei Laure Saint Alme für ihre Mitarbeit bei der Zeitung in den vergangenen viereinhalb Monaten. Foto: Volker Heesch

Die angehende Übersetzerin Laure Saint Alme weiß jetzt, wie man in der deutschen Minderheit inmitten der dänischen Mehrheit lebt. Die Praktikantin blickt mit Dankbarkeit auf ihren Aufenthalt in Apenrade zurück.

Nach viereinhalb Monaten als Praktikantin in der Redaktion des „Nordschleswigers“ ist Laure Saint Alme in ihr Heimatland Frankreich zurückgekehrt. Die 19-Jährige absolviert in Paris ein Studium im Fach „Übersetzung – interkulturelle Kommunikation“. Neben den Sprachen Französisch, Deutsch und Englisch im Studium hat die angehende Übersetzerin auch vor einiger Zeit damit begonnen, Dänisch zu lernen.

Erstmals in Dänemark

„Ich bin erstmals vor viereinhalb Monaten nach Dänemark gekommen“, berichtet Laure Saint Alme kurz vor dem Ende ihres Praktikums beim „Nordschleswiger“ und fügt hinzu: „Der Begriff Minderheit war für mich vor meiner Ankunft in Apenrade ganz unbekannt.“ Und sie fährt fort: „Nun weiß ich, wie man als deutsche Minderheit inmitten der dänischen Mehrheit lebt, und dass man ein Teil von beiden sein kann.“

In Frankreich Minderheiten wenig bekannt

In ihrem Heimatland Frankreich tut man sich traditionell eher schwer mit Minderheiten innerhalb der Landesgrenzen. „Es gibt z. B. im Elsass keine deutschen Schulen“, berichtet sie und erklärt, dass es in Frankreich eher selten ist, dass die Menschen neben Französisch weitere Sprachen sprechen.

Die Eltern von Laure Saint Alme sprechen nur französisch. Während ihre Mutter, sie ist Lehrerin an einem Gymnasium, aus der karibischen französischen Überseeprovinz Guadeloupe stammt, kommt ihr Vater, er arbeitet bei einem Energieunternehmen, von Réunion, einer ebenfalls französischen Insel im Indischen Ozean.

Praktikum in Schottland

Laure Saint Alme hatte während eines Auslandssemesters im schottischen Edinburgh mit dem Erlernen der dänischen Sprache begonnen. Später stieß sie auf der Suche nach einem Praktikum, das Teil ihres Studiums ist, eher zufällig auf den „Nordschleswiger“.

Freude an journalistischer Arbeit

„Mir hat die journalistische Arbeit sehr gefallen“, berichtet sie. Vor allem auch, dass ihre Beiträge in der Papier- und Webausgabe der Zeitung erschienen sind. Sie hat viele interessante Menschen in Nordschleswig kennengelernt, besonders Eindruck hinterlassen hat bei ihr die Beschäftigung mit dem Thema LGBT. „Ich war beeindruckt, wie sichtbar die Menschen in der Gesellschaft sind.

Vertrauen der Interviewpartner beeindruckt

Überhaupt bin ich überrascht, wie vertrauensvoll meine Interviewpartner mir gegenüber beim Einsatz für die Zeitung waren“, so Laure Saint Alme, die in Apenrade ihre Freizeit meist im Kreis der Mitbewohnerinnen in der Praktikanten-WG von Einrichtungen der deutschen Minderheit verbracht hat. „Ich bin dankbar für meine Zeit bei der deutschen Minderheit“, so die angehende Übersetzerin, die als Nächstes ein Praktikum im Bereich der Europäischen Union anstrebt.

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