SP-Hauptversammlung

Schulterschluss im Tourismus

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
Nordschleswig
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Rainer Naujeck (links), Carsten Leth Schmidt und Stephan Kleinschmidt diskutieren SP-Politik. Foto: Gwyn Nissen

Der Vorsitzende der Schleswigschen Partei, Carsten Leth Schmidt, forderte in Verbindung mit der SP-Hauptversammlung zur nordschleswigschen Zusammenarbeit auf.

Es gibt im Tourismusbereich in Nordschleswig noch zu viele, die aus Eigeninteresse handeln. Daher forderte der Vorsitzende der Schleswigschen Partei, Carsten Leth Schmidt, am Donnerstagabend bei der Hauptversammlung seiner Partei auf dem Knivsberg die Akteure im Fremdenverkehr zum nordschleswigschen Schulterschluss.

„Wir müssen einfach über dieses Denken an eigener Sache hinaus und alle gemeinsam ein Niveau höher einsteigen“, sagte der SP-Vorsitzende vor der Versammlung dem Nordschleswiger.

Carsten Leth Schmidt befürchtet, dass es die Kommune Tondern nach Norden zieht, um sich den Westküstenkommunen Esbjerg und Fanø anzuschließen. „Natürlich können Sonderburg, Apenrade und Hadersleben allein etwas auf die Beine stellen – aber so richtig Nordschleswig-Stimmung kommt dabei nicht auf.“

Gesammeltes Paket

Man brauche Tondern in dieser Zusammenarbeit, so Leth Schmidt, um die Kultur, die Geschichte, die Natur und das Lebensmittelangebot Nordschleswigs als „gesammeltes Paket“ zu präsentieren.

Carsten Leth Schmidt könne den Wunsch einiger Tourismusvertreter an der Westküste nicht nachvollziehen: „Die Touristen suchen heute nicht nur Strand oder Küste. Sie suchen die Vielfalt und die können wir am besten gemeinsam vermarkten“, meint er.

Nicht nur Tondern müsse sich in der Hinsicht einen Ruck geben. Auch Hadersleben selbst habe auf diesem Gebiet noch eine Hängepartie. „Hadersleben hat auch noch seine eigene Touristikorganisation und ein Büro. Dabei benötigen wir eine ganzheitliche Organisation und ein gemeinsames Marketing aller nordschleswigschen Interessen“, sagt der SP-Vorsitzende. Dabei müsste aber natürlich auch eine Lösung für den lokalen Netzwerk-Bedarf zwischen den Tourismusakteuren gefunden werden.

Die SP-Hauptversammlung nahm einstimmig (46 stimmberechtige Mitglieder) eine Empfehlung zur Tourismuszusammenarbeit an.

Einsatz für den grenzüberschreitenden Arbeitsmarkt

Carsten Leth Schmidt machte sich darüber hinaus für den grenzüberschreitenden Arbeitsmarkt stark. Derzeit würden weniger Deutsche nach Dänemark fahren, um dort zu arbeiten, weil es in Deutschland genug Arbeit gebe, so der SP-Vorsitzende: „Eine Idee ist es, dass man die Grenzpendler unterstützt. Zum Beispiel, indem andere Grenzpendler ihr Wissen teilen und erzählen wie es geht.“

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