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Frankie Hansen erklärt die Verletzungsmisere

Frankie Hansen erklärt die Verletzungsmisere

Frankie Hansen erklärt die Verletzungsmisere

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Woyens/Vojens
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Cameron Brown ist der neueste Name auf der Verletztenliste bei SønderjyskE. Foto: Danmarks Ishockey Union

Der Physiotherapeut von SønderjyskEs Eishockeyteam spricht über die vielen Ausfälle und blickt zuversichtlich in Richtung Playoffs.

Daniel Galbraith, Cameron Brown, Victor Rollin Carlsson, Daniel Nielsen, Steffen Frank und Anders Biel waren es im jüngsten Spiel gegen die Odense Bulldogs. Auch Anders Førster und William Boysen hatte es in den Wochen davor erwischt.

Die Eishockeyspieler von SønderjyskE leiden in dieser Saison unter massiven Verletzungsproblemen. Es gab kaum ein Spiel, in das die Hellblauen mit einem kompletten Kader gegangen sind. Kaum kehrt jemand aus dem Lazarett zurück, begibt sich mindestens ein weiterer hinein.

Warum das so ist, versucht der Physiotherapeut von SønderjyskEs Eishockeyteam, Frankie Hansen, zu erklären.

„Es ist schon merkwürdig, aber ich denke, dass wir einfach mehr Pech hatten als die anderen Teams – wir haben es mit akuten Verletzungen zu tun und nicht mit Überbelastungen. Es sind ganz gewöhnliche Verletzungen, die oft beim Eishockey auftreten. Besonders die Leistenregion ist im Spiel hohen Belastungen ausgesetzt. Wenn gegen Ende eines Drittels beispielsweise die Rillen im Eis tiefer werden, kann es passieren, dass man mit den Kufen hängenbleibt und es dadurch zu Verletzungen kommt“, erklärt Frankie Hansen gegenüber dem „Nordschleswiger“.

Geduld ist gefragt

Ist der Schaden erst geschehen, ist eine Tugend gefragt, die die wenigsten Profisportler mitbringen: Geduld. Doch zu früh wieder anzufangen, das ist das Schlimmste, was man machen kann, so der Physiotherapeut.

„Es wirkt immer so harmlos, aber eine Leistenzerrung ist eine langwierige Angelegenheit. Die Behandlung kann drei bis acht Wochen dauern. Die Spieler wollen natürlich immer schnell wieder loslegen, aber keiner darf zurück aufs Eis, bevor ich es zulasse. Das Trainerteam möchte seine Spieler verständlicherweise zeitnah wieder einsetzen können, aber wir stehen in einem ständigen, konstruktiven Dialog“, sagt Frankie Hansen.

Mir ist es lieber, wenn die Spieler jetzt verletzt sind als in 14 Tagen.

Frankie Hansen, Physiotherapeut SønderjyskE Eishockey

Die Verletztenmisere zieht sich bei SønderjyskE nun schon seit vielen Wochen und Monaten hin, doch laut Hansen ist ein baldiges Ende abzusehen.

„Es gibt Licht am Ende des Tunnels, morgen (Dienstag, Red.) werden schon ein paar Spieler zurück sein, und so wird es dann weitergehen. Für die Playoffs werden wir bereit sein, und mir ist es lieber, wenn die Spieler jetzt verletzt sind als in 14 Tagen“, so der Physiotherapeut.

Damit seien die langen Verletzungspausen dann auch abgeschlossen, meint Hansen. Trotz der hohen Intensität in den Playoffs erwarte er keine weiteren Ausfälle in dem bisherigen Ausmaß.

„Diese Art der Verletzungen tritt häufiger in der regulären Saison auf, wenn die Spieler vielleicht nicht mit 100 Prozent in die Zweikämpfe gehen. Es ist wie beim Fußball: Wenn man zurückzieht, geht es schief“, sagt Frankie Hansen.

SønderjyskE trifft am Dienstagabend um 19 Uhr auf Rungsted. Die Playoffs beginnen am 12. März.

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