Fussball

„Charakterstärke und Siegermentalität“

Jens Kragh Iversen
Jens Kragh Iversen Sportredaktion
Hadersleben/Haderslev
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Glen Riddersholm freute sich über die maßgeschneiderten Flanken von Nicholas Marfelt, die für viel Gefahr sorgten. Foto: Claus Fisker/Ritzau Scanpix

Glen Riddersholm und Kees Luijckx freuten sich über den Auftritt von SønderjyskE.

„Das war ein wesentlicher Sieg“, freute sich SønderjyskE-Trainer Glen Riddersholm nach dem 3:0 gegen Randers FC.

„Das ist das erste Mal, wo wir eine Mannschaft gesehen haben, die durch und durch ums Überleben kämpft. Alle haben mit Herz gespielt, und das ist die Einstellung, die uns aus der Situation führen soll, in die wir uns selbst gebracht haben“, so Riddersholm: „Wir hatten in den vergangenen Wochen das Gefühl, dass wir vieles richtig gemacht haben, aber die Erlösung blieb aus. Wir haben Randers mit und ohne Ball dominiert, und es ist sehr zufriedenstellend, dass wir zu null gespielt, drei Tore gemacht und uns bei Standards so gut wie lange nicht mehr präsentiert haben. Wir haben Randers weh getan, indem wir ein wenig direkter gespielt haben. Das war auf diesem Platz gar nicht anders möglich. Vom spielerischen her war dies unsere schlechteste Leistung, aber das wird besser, wenn die Bedingungen besser werden. Das ist die Erlösung, die wir hinterhergejagt sind. Wir wären mit vier Niederlagen in vier Spielen möchtig unter Druck geraten. Wir dürfen jetzt aber nicht glauben, dass alles leichter wird.“

Kees Luijckx freut sich im Hintergrund über das Tor seines Landsmannes Mart Lieder. Foto: Karin Riggelsen

Kees Luijckx freute sich vielleicht am meisten, dass SønderjyskE hinten zu null spielte. Der Niederländer hätte mit einem zu kurzen Rückpass Randers fast wieder ins Spiel gebracht.

„Da hatte ich einen Schutzengel. Das hatte nichts mit dem Platz zu tun, das war einfach nur schlecht von mir. So darf ich meine Mannschaft nicht in Gefahr bringen“, ärgerte sich Kees Luijckx, der ansonsten voll des Lobes war: „Wir können besser spielen, aber das war einfach ein Erfolg, der auf Charakterstärke und Siegermentalität gebaut wurde.“
Der 33-Jährige zeigte mit dem Finger besonders auf einen Mannschaftskameraden, der gegen Randers Charakterstärke und Siegermentalität verkörperte.

„Das Tor zum 2:0 von Johan Absalonsen sagt mir alles über Persönlichkeit und Charakter, so wie er voller Überzeugung, Wut und Frust den Ball ins Netz hämmert“, lobt Kees Luijckx: „Wir haben das Spiel schlecht begonnen, wirkten nervös, keineswegs cool. Wir haben aber an unserer Verwundbarkeit gearbeitet, den Glauben an uns nicht aufgegeben und uns das Glück erzwungen. Es spielt sich viel leichter, wenn man ein 3:0 im Rücken hat und nicht alles erzwingen muss, aber wir dürfen nicht vergessen, dass eine Schwalbe noch keinen Sommer macht.“

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