Fussball

Claus Nørgaard spürt den Druck

Claus Nørgaard spürt den Druck

Claus Nørgaard spürt den Druck

Hadersleben/Haderslev
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Foto: Scanpix/Henning Bagger

Die Superliga-Fußballer von SønderjyskE und auch Claus Nørgaard stehen mächtig unter Druck, wenn sie am Sonntag um 12 Uhr den Überraschungs-Vierten Hobro IK in Hadersleben empfangen. 

Die Hellblauen sind nach neun Spielen ohne Sieg in der Tabelle durchgereicht worden und findet sich als Tabellenelfter mitten im Abstiegskampf.

Der Cheftrainer arbeitet auf dem Trainingsplatz akribisch und hat auch schon einige Male tief in die Werkzeugtasche gegriffen, aber alle Maßnahmen haben die Krise nicht verhindern können. Zuletzt musste sich Nørgaard sich aus dem Umfeld ungewohnt harsche Kritik anhören.

„Nach so vielen Spielen ohne Sieg ist der Druck natürlich da. Den spürt man auch, aber wir beschäftigen uns wenig mit dem Druck, der von außen kommt, sondern vielmehr mit dem Druck, den wir uns selbst machen. Wir wollen Spiele gewinnen, und das müssen wir schnellstmöglich wieder tun“, sagt der 37-Jährige, der sich auch wenig damit beschäftigt, ob er um seinen Job bangen muss: „Es ist mit Sicherheit so, dass noch mehr Gedanken im Kopf rumgeistern als sonst, wenn es nicht so gut läuft. Man grübelt, wie man Dinge verändern und wo man alles schrauben kann. Ich bin aber sowieso ein Typ, der 24 Stunden am Tag an Fußball denkt. Da ändert sich nicht viel.“

Der SønderjyskE-Trainer hat sich aber viel darüber nachgedacht, wie man aus dem Frust positive Energie machen kann.

„Der Frust kommt von den fehlenden Siegen. Selbstverständlich hat man spüren können, dass die fehlenden Siege die Stimmung beeinflusst haben. Ich denke, die Systemumstellung hat schon Energie freigesetzt. Gemessen an der Energie und dem Einsatz habe ich nicht das Gefühl, dass die Spieler gehemmt sind, aber im spielerischen Bereich und von den Ergebnissen her können wir keineswegs zufrieden sein. Wir müssen jetzt enger zusammenrücken, und jeder einzelne Spieler muss so viel Qualität wie möglich einbringen, um das Glück zu erzwingen und die Spieler auch mal zu unseren Gunsten zu kippen“, meint Nørgaard.

Hobro ist in der jetzigen Situation nicht gerade ein Wunschgegner, denn der Aufsteiger hat im bisherigen Saisonverlauf die Fehler der Gegner knallhart bestraft und sind auf Tabellenplatz vier gesprungen.

„Das ist eine sehr abgeklärte Mannschaft, die sehr gut von Abwehr auf Angriff umschaltet und auch einige gute Leistungsträger in der Offensive hat. Sie sind mit sehr viel Energie, Enthusiasmus und Kontinuität zum Erfolg gekommen“, so der SønderjyskE-Trainer.

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