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Der Kampf ums Überleben steht im Vordergrund

Der Kampf ums Überleben steht im Vordergrund

Der Kampf ums Überleben steht im Vordergrund

Hadersleben/Haderslev
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Emil Frederiksen kam im Januar 2020 vom SC Heerenveen zu SønderjyskE, zunächst als Leihgabe. Im Spätsommer unterschrieb er einen Vertrag bis Ende 2023. Foto: Claus Fisker/Ritzau Scanpix

Emil Frederiksen drängt sich immer mehr für einen Platz in der Startelf auf. Der 20-Jährige ist mit der Rolle des Bankdrückers nicht zufrieden und hätte nach eigener Auffassung auch mehr Einsatzminuten verdient, doch der Kampf gegen den Abstieg steht über allem.

„Für uns geht es in erster Linie ums Überleben. Hundertprozentig. Es ist da unten sehr eng, da kann im Laufe von kurzer Zeit viel passieren. Wir müssen Punkte sammeln und unser Hauptziel erreichen, bevor wir an irgendetwas anderes denken können“, sagt Emil Frederiksen vor dem Auftakt der Superliga-Abstiegsrunde zum „Nordschleswiger“.

SønderjyskE geht mit einer negativen Formkurve in die zehn Spieltage der Abstiegsrunde. Der Vorsprung auf die Abstiegsplätze beträgt zwar acht Punkte, doch von hinten kommt Lyngby Boldklub mit vier Siegen aus den letzten fünf Spielen angedonnert.

„Nichts ist sicher. Wir sind im Moment die Mannschaft, die in der Abstiegsrunde am weitesten von den Abstiegsplätzen entfernt ist, aber es kann viel passieren. Lyngby hat einen guten Lauf, und die Dinge können schnell ganz anders aussehen. Wir gehen nicht mit dem Gedanken in die Abstiegsrunde, dass wir den Vorsprung nur verteidigen wollen, wir müssen angreifen“, meint der 20-Jährige vor dem Auswärtsspiel am Ostermontag ab 14 Uhr gegen AaB in Aalborg.

Emil Frederiksen hat bislang nur im Pokal getroffen. Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix

Der Offensivspieler konnte sich beim Testspiel vor anderthalb Wochen in Odense gegen OB mit zwei starken Toren empfehlen und drängt sich für einen Platz in der Startelf immer mehr auf. Er hat in der laufenden Saison 18 von 22 Superliga-Spielen absolviert, ist aber insgesamt nur auf 369 Einsatzminuten gekommen. In keinem Spiel stand er länger als 62 Minuten auf dem Platz, und nur dreimal stand er in der Startelf. Alle drei wurden aber gewonnen: 2:0 gegen Brøndby, 2:1 gegen Randers und 2:1 gegen den FC Midtjylland.

„Ich würde schon gerne mehr spielen, aber das ist nicht meine Entscheidung. Ich kann nur meine Sache so gut wie möglich machen und hoffen, dass der Blick in meine Richtung geht. Ich kann mich dann beweisen, wenn ich die Chance bekomme. Ich denke, dass ich mehr verdient habe, als ich bekommen habe. Es wäre merkwürdig, wenn ich mit einem Platz auf der Bank zufrieden wäre. Das bin ich überhaupt nicht. Mein Ziel ist es, mehr eingesetzt zu werden“, sagt ein angriffslustiger Emil Frederiksen.

Mit der Torgefahr aus dem Testspiel gegen OB hat er seine Kandidatur gestärkt, doch mit der Torgefahr hat es in der Superliga bislang gehapert, obwohl er sich in diesem Punkt einiges von seinem Vater hätte abschauen können. Søren Frederiksen steht in der ewigen Torschützenliste der Superliga auf Rang zwei. 134 Tore erzielte er in 321 Superliga-Spielen, 53 davon für AaB.

Emil Frederiksen stand gegen Brøndby 62 Minuten auf dem Platz. Alle anderen Einsätze waren kürzer. Foto: Frank Cilius/Ritzau Scanpix

„Die ständigen Vergleiche mit meinem Vater machen mir nichts aus. Er hat seine Sache sehr gut gemacht und hat jede Menge Tore erzielt. Die fehlen bei mir noch, und dafür muss ich mir zu Hause auch einiges anhören“, so Emil Frederiksen, der für SønderjyskE lediglich im Pokal getroffen hat und in der Superliga bislang leer ausgegangen ist: „Ich hatte ein paar Mal Pech. Zweimal habe ich die Querlatte getroffen, einmal den Pfosten. Ich hoffe, dass der Knoten bald platzt.“

Auch für SønderjyskE bleibt zu hoffen, dass der Knoten im Kampf gegen den Abstieg bald platzt.

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