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SønderjyskE wieder tief im Schlamassel

SønderjyskE wieder tief im Schlamassel

SønderjyskE wieder tief im Schlamassel

Horsens
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SønderjyskE sah bei Standards wieder einmal nicht gut aus. Foto: Ernst van Norde/Ritzau Scanpix

Mit einem unguten Gefühl und der Abstiegsangst im Nacken gehen die Superliga-Fußballer von SønderjyskE in die Winterpause. Auf den ersten Schritt aus der Krise gegen Esbjerg folgte ein Schritt zurück in die Krise oder gar mehr, als das richtungsweisende Kellerduell gegen AC Horsens mit 1:2 verloren wurde.

Sportchef Hans Jørgen Haysen hatte im Vorfeld von einem Finale gesprochen, das ausschlaggebend sein würde, ob die erste Saisonhälfte als enttäuschend eingestuft werden muss oder noch in Ordnung geht.

Nach dem nächsten Nackenschlag in Horsens ist es sogar ein sehr enttäuschendes Zwischenfazit. Es gab Grund zur Hoffnung, dass man mehr weitaus mehr erwarten durfte.

Es ist nicht nur die magere Punktausbeute und der elfte Tabellenplatz, die Sorgen bereiten, es ist auch die eklatante Schwäche bei Standardsituationen. Unterm Strich war hier die Ursache für die Niederlage in Horsens zu finden.

Die Hellblauen machten aus den neun Eckbällen in Halbzeit eins nichts Zählbares – AC Horsens erzwang zwei Ecken und konnte beide in Torerfolge ummünzen.

Torwart Nikola Mirkovic hat die Schwächen der SønderjyskE-Mannschaft bei defensiven Standard-Situationen nicht beheben können. Im Gegenteil. Der Serbe offenbarte ein weiteres Mal eigene Schwächen, als er sich nach einer Viertelstunde nicht durchsetzen konnte und den Eckball von Louka Prip ins Netz segeln ließ.

Seine Vorderleute ließen ihn bei der zweiten Ecke im Stich, und so konnte Horsens nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit mit einer 2:0-Führung in die Halbzeitpause gehen.

Peter Christiansen konnte nur noch den Anschlusstreffer erzielen. Foto: Ernst van Norde/Ritzau Scanpix

Glen Riddersholm reagierte früh und nahm in der 55. Minute eine doppelte Auswechslung vor. Mit Erfolg.

Peter Christiansen erzielte bereits drei Minuten nach seiner Einwechslung den Anschlusstreffer nach glänzender Vorarbeit von Mart Lieder. Der Niederländer bewies große Übersicht und spielte in den Minuten danach wie aufgedreht. Die plötzlich verunsicherte Horsens-Mannschaft hatte große Mühe gegen Lieder, der aber keinen seiner drei guten Abschlüsse verwerten konnte.

SønderjyskE verlor das Momentum wieder und tat sich in der Schlussphase immer schwerer, die dicht gestaffelte Horsens-Defensive zu gefährden. Kees Luijckx vergab in der Nachspielzeit die einzige echte Chance.

AC Horsens und SønderjyskE hatte in jüngster Vergangenheit alles dafür getan, die Zuschauer zu vergraulen. Das war ohne Ausnahme grausam, was 2019 in den drei direkten Duellen dieser beiden Teams geboten wurde, doch das war diesmal ansehnlich, was auf dem Spielfeld stattfand. Mitunter war es sogar unterhaltsam. Beide Mannschaften waren bemüht, ihr Spiel aufzuziehen.

Im Endeffekt war es aber die Qualität bei Standards, die den Ausschlag gab, wer im Kampf gegen den Abstieg einen Schritt nach vorne machen konnte.

AC Horsens - SønderjyskE (2:0) 2:1

1:0 Louka Prip (15.), 2:0 Michael Lumb (38.), 2:1 Peter Christiansen (58.)
AC Horsens: Matej Delac – Peter Nymann, Malte Kiilerich Hansen, Bjarke Jacobsen, Michael Lumb – Louka Prip, Hallur Hansson, Ayo Simon Okosun, Jonas Thorsen – Rune Frantsen (84.: Jannik Pohl), Nicolai Brock-Madsen (80.: Alexander Ludwig).
SønderjyskE: Nikola Mirkovic – Stefan Gartenmann, Eggert Jonsson, Kees Luijckx, Jeppe Simonsen – Rilwan Hassan (71.: Danny Amankwaa), Mads Albæk, Victor Mpindi (55.: Marco Rojas), Alexander Bah – Mart Lieder, Artem Dovbyk (55.: Peter Christiansen).
Gelbe Karten: Michael Lumb, Bo Henriksen, Ayo Simon Okosun, Matej Delac – Victor Mpindi, Eggert Jonsson.
Schiedsrichter: Aydin Uslu.
Zuschauer: 1.261.

Schwierige Arbeitsbedingungen bei Eckstößen machten Horsens nichts aus. Foto: Ernst van Norde/Ritzau Scanpix
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