Tourismus

Zweite Fähre Sylt-Röm: Sorge um zu viele Autos

Zweite Fähre Sylt-Röm: Sorge um zu viele Autos

Zweite Fähre Sylt-Röm: Sorge um zu viele Autos

Havneby
Zuletzt aktualisiert um:
Zwei Fähren pendeln ab November im Stundentakt zwischen Räm und Sylt. Foto: Rømø-Sylt Linie GmbH & Co. KG

Pausenloser Fährbetrieb zwischen Sylt und Röm: Die Sylt-Fähre nimmt ab November ein zweites Schiff in Betrieb. Die Fähre ist auf den Transport von Autos angelegt – und auf der kleinen Wattenmeerinsel Röm wächst die Sorge, zur Transitstrecke zu werden. Staus und Abgase inklusive.

Die Syltfähre zwischen Sylt und Röm nimmt ab November eine zweite Fähre in Betrieb. Mit 127 Plätzen für Autos und 345 für Passagiere kann sie mehr Autos transportieren als die Fähre bislang. Bis zu 32 Überfahrten werde es ab November geben, so die Fährgesellschaft. Die beiden Fähren pendeln dann konstant zwischen den beiden Inseln, im Sommer bis spät in den Abend hinein.

Für Martin Iversen vom Vorstand des Tourismusverbandes für Röm und Tondern nicht nur Grund zum Jubeln. „Ich hoffe nicht, dass wir damit zum Transitweg für die Sylt-Pendler werden. Es gibt schon jetzt ein hohes Verkehrsaufkommen und zum Teil lange Schlangen auf dem Damm und in Havneby. Es wäre schade, wenn das Verkehrsaufkommen drastisch zunimmt.“

Positiv sei, dass mehr Passanten in der Regel auch mehr Umsätze für die Geschäfte und Restaurants vor Ort bedeuteten. „Aber natürlich hoffen wir, dass wir mehr werden als nur eine günstige und schnelle Anfahrtsalternative für die Sylt-Urlauber. Denn Röm zeichnet sich ja vor allem durch die Natur und die Ruhe aus. Wir wollen keine Autoinsel, keine Durchfahrtsinsel werden. Aber lass uns erst mal abwarten, wie es wird. Wir müssen das beobachten“, so Iversen.

Pressesprecherin Birte Dettmers von der Röm-Sylt-Linie sieht in dem neuen Fähren-Konzept nur positives. "Mit der zweiten Fähre eine zusätzliche Verbindung zu schaffen ist eine Bereicherung". Darüber hinaus befürchtet sie kein höheres Verkehrsaufkommen durch zusätzliche Autos. " Wir fahren mit den Fähren im Stundenrhythmus, da wird es keine Rückstaus geben."

Ob das der Fall sein wird, zeigt sich ab November.

Mehr lesen