Bewegungstag

Bewegung mit Tea-Time und springenden Herzen

Bewegung mit Tea-Time und springenden Herzen

Bewegung mit Tea-Time und springenden Herzen

Tondern/Tønder
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Die Seilspringer der LAS während ihrer Vorführung. Foto: Monika Thomsen

Sportliches Treiben in verschiedenen Formen an der Ludwig-Andresen-Schule. Seilspringer gaben eine gelungene Kostprobe ihres Könnens.

Ein vielfältiges Bewegungsangebot entfaltete sich beim „Motionsdag“ am Freitag in der Ludwig-Andresen-Schule in Tondern. Aufgrund des anhaltenden nächtlichen Regens musste etwas umdisponiert werden.

Da das vom Deutschen Jugendverband für Nordschleswig auf dem Knivsberg geplante Faustballturnier flachfiel, schnürten die Achtklässler die Laufschuhe und drehten auf der fünf Kilometer langen Strecke des „Tønderløbet“ ihre Runden. Die Neuntklässler waren zu einem längeren Spaziergang auf Achse.

Gentleman-Verhalten auf dem Spielfeld

Das bei der Tondernhalle vorgesehene Somestop-Cricket wurde auf den Asphaltplatz bei der Schule verlagert, da es für den Aufschlag des Tennisballs eine feste Unterlage benötigt. Dabei wurden die Klassenstufen fünf bis sieben an die englische Tradition des Cricket-Spiels herangeführt. Zum sportlichen Outfit der Schüler gehörten Schirmmützen, und auf dem Spielfeld, wo es darum ging, möglichst viele Punkte zu erzielen, war Gentleman-Verhalten angesagt.

„Jedes Team hat einen Captain. Er hat dafür zu sorgen, dass Fairplay gespielt wird, das wird großgeschrieben“, erläutert Lehrer Jan Kutsch. Er hielt die Fäden für die Spiele in der Hand, schlüpfte aber nicht in die Rolle als Schiedsrichter, da die Spieler selber darauf achten müssen, dass fair gespielt wird. Besonders angefeuert wurde der Captain, da er einen Sonderstatus genießt. Die Schüler lernten nicht nur den sportlichen Aspekt kennen, sondern in der Halbzeit hieß es „Teatime“, und sie lebten mit Tee, Keksen, After-Eight und Obst die britische Teekultur aus. Danach düsten sie wieder raus aufs Spielfeld.

Fairplay spielte beim Somestop-Cricket eine wichtige Rolle. Foto: Dirk Bernstein, LAS

Die zweite Klasse setzte mit einem „Trivselsdag“ das Wohlbefinden in den Mittelpunkt und führte zur Stärkung der Klassengemeinschaft viele Kooperationsspiele durch.

Spaß beim Hexenhaus

Die Vorschüler und die Erstklässler erkundeten die nähere Umgebung und kombinierten dabei mehrere Sachen. Unterwegs absolvierten sie auch ein Gehtraining. Im „Zauberwald“ in der Nähe von Richtsens Pflegeheim warteten Bewegungsstationen auf die jüngsten Schüler. „Im Wald war ein Hexenhaus. Da haben wir gespielt. Das hat Spaß gemacht“, gibt Vorschüler Johan Terp bereitwillig Auskunft. Auf das Müllsammeln am Bahnhof angesprochen, erklärt der Sechsjährige: „Da lag viel Müll rum."

In die aktive Welt des Springseils tauchten die Klassen drei und vier im Rahmen der Aktion „Skipping Hearts“ der deutschen Herzstiftung ein. Die Schüler waren engagiert bei der Sache und zeigten bei einer Vorführung in der Turnhalle, was sie in dem Intensivkursus in Regie der Herzstiftung gelernt hatten.

Andreas Bucka war konzentriert bei der Sache. Foto: Monika Thomsen

Schnelligkeit und Koordination gefragt

„Skipping Hearts bedeutet springende Herzen. Immer mehr Menschen erkranken am Herzen, da sie sich immer weniger bewegen und viel am Computer oder vor dem Fernseher sitzen“, lautete die Ansage der Vertreterin der Herzstiftung, die mit ihrem Kollegen die Schüler auf Trab gehalten hatte. Diese zeigten dann die verschiedenen Sprungvariationen, bei denen es mal auf Schnelligkeit und mal auf Koordination oder auft beides gepaart ankam. Dabei wurde auch zu zweit oder in Gruppen gesprungen.

„Das ist gut und macht viel Spaß“, sagt der erhitzte neunjährige Andreas Bucka, der sichtbar Freude an dieser Art der Bewegung hatte und konzentriert bei der Sache war. Seilspringen hat der Drittklässler schon zu Hause auf dem Trampolin gemacht. Mit dem vor Ort erworbenen neuen Springseil wollte er gleich zu Hause weiter trainieren. Da kommen die Herbstferien ja gerade recht.

Die Schüler sprangen in verschiedenen Formationen. Foto: Monika Thomsen

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