Gesundheitswesen

Sozialdemokraten und Regierung im Clinch

jt
Kopenhagen
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Finanzminister Kristian Jensen (Venstre) Foto: Martin Sylvest/Ritzau Scanpix

Die Sozialdemokraten fordern die dänische Regierung dazu auf, mehr Geld in das Gesundheitswesen zu investieren.

Bei den Verhandlungen zu einer neuen Gesundheitsreform hatten sich die Sozialdemokraten schon früh vom Verhandlungstisch zurückgezogen. Der Inhalt der Reform genießt jedoch weiterhin ein großes Interesse in der Partei – insbesondere die Finanzierung. Das wurde bei einer Anhörung am Freitag klargestellt, als der dänische Finanzminister Kristian Jensen (Venstre) die Finanzierung der Reform erörtern sollte.

Die Sozialdemokraten wollten von Jensen wissen, wieviel die Regierung in Zukunft zusätzlich an das Gesundheitswesen zahlen möchte, wo zunehmend mehr Ältere und chronisch Kranke in der Gesellschaft seien, berichtet die Nachrichtenagentur Ritzau.

Seine Antwort: „Wir wollen keinen Langzeitplan vorlegen, der besagt, wieviel pro Jahr in einem bestimmten Bereich investiert wird.“ Ihm zufolge sei die Regierung jedoch darauf eingestellt, Jahr für Jahr die notwendigen Gelder für ein besseres Gesundheitswesen bereitzustellen. „Deshalb werden wir laufend untersuchen, wo gerade Geld benötigt wird“, so der Minister, der zudem unterstreicht, dass die Regierung seit 2015 zusätzlich sechs Milliarden Kronen in das Gesundheitswesen gesteckt hat.

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