Neue Analyse

Nur wenigen Firmen fehlen Arbeitskräfte

jt/ritzau
Kopenhagen
Zuletzt aktualisiert um:
Foto: dpa

Eine Rekrutierungsanalyse der Behörde für Arbeitsmarkt und Rekrutierung zeigt, dass die Firmen bei der Suche nach Arbeitskräften für ihre Stellenangebote diese oft besetzen können.

Eine Analyse der Behörde für Arbeitsmarkt und Rekrutierung zeigt, dass die Firmen bei der Suche nach Arbeitskräften häufiger als gedacht fündig werden.

In der vergangenen Zeit wurde oft darüber gesprochen, dass es in der dänischen Industrie an Arbeitskräften mangele. Doch nun zeigt eine neue Analyse der dänischen Behörde für Arbeitsmarkt und Rekrutierung (Styrelsen for Arbejdsmarked og Rekruttering –STAR), dass die Lage anscheinend doch nicht so ernsthaft ist.

Der neuen Untersuchung zufolge ist im Vergleich mit dem ersten Halbjahr von 2016 und 2017 die Anzahl der Firmen gefallen, die vergebens um neue Arbeitskräfte geworben haben. Im ersten Halbjahr 2016 hatten die Firmen insgesamt 15.600 Mal vergebens rekrutiert, im Vergleich zu den aktuellen 15.400 im ersten Halbjahr von 2017.

„Bei der Hochkonjunktur in den Jahren 2007 und 2008 hatten die Firmen in ihrer Suche nach Arbeitskraft größere Herausforderungen“, so der Chefökonom der Gewerkschaft 3F, Frederik L. Pedersen. „Nun sind wir in abermals in einer Hochkonjunktur und trotzdem haben die Firmen relativ wenig Probleme, die passende Arbeitskraft zu finden. Dies ist positiv zu bewerten, auch weil der Trend fallend ist“, so Pedersen.

Die Hauptursache für die guten Daten ist ihm zufolge eine steigende Zahl der Erwerbstätigen. „Die Beschäftigung ist mit einer Anzahl von 44.700 im vergangenen Jahr gestiegen. Demnach fehlt es nicht an genügend Händen, sondern eher an fachlichen Kompetenzen. Doch diese Herausforderung muss die Regierung in ihren laufenden Verhandlungen lösen“, so der Chefökonom.

Mehr lesen