Deutsche Büchereien

Mit Vertrauen zurück in Richtung Normalität

Mit Vertrauen zurück in Richtung Normalität

Mit Vertrauen zurück in Richtung Normalität

Apenrade/Aabenraa
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Claudia Knauer
Claudia Knauer freut sich darüber, dass wieder Leben in die deutschen Büchereien eingekehrt ist. Foto: Karin Riggelsen

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Ab dem 21. Mai dürfen die Bürgerinnen und Bürger auch ohne Kontrolle des Corona-Passes am Eingang wieder in die Büchereien. Auch bei den deutschen Einrichtungen in Nordschleswig wird dies der Fall sein. Claudia Knauer hat deswegen kein mulmiges Gefühl. Sie habe Vertrauen in die Beschlüsse der politischen Entscheidungsträger, sagt sie.

„Es ist total schön, wieder Leben in der Bude zu haben und aus allen Ecken Geräusche zu hören“, sagt die Direktorin der deutschen Büchereien in Nordschleswig, Claudia Knauer.

Fast genau einen Monat ist es her, dass die Büchereien in Dänemark ihre Türen wieder für lesehungrige Kunden öffnen durften. Claudia Knauer zieht seitdem eine positive Bilanz: „Die ersten Tage war richtig viel los, weil viele froh waren, endlich ihre Bücher abgeben zu können. Danach war der Andrang etwas verhaltener, aber damit haben wir auch gerechnet.“

Grund dafür sind auch die Einlass-Voraussetzungen, wie eine fertige Impfung, eine überstandene Corona-Erkrankung oder ein frischer, negativer Corona-Test, die erfüllt sein müssen, um die Büchereien betreten zu dürfen.

Die Direktorin hatte im Vorfeld bereits angekündigt, dass es beim Einlass strenge Kontrollen geben wird, damit sich Kunden und Mitarbeiter in den Büchereien auch wirklich sicher fühlen können.

„Das ziehen wir auch knallhart durch. Hin und wieder mussten wir mal eine Person abweisen, weil sie die Anforderungen nicht erfüllte, aber dafür hatten die meisten dann auch Verständnis. Einigen sind die Auflagen nur für einen Bücherbesuch allerdings zu hoch, sodass sie aktuell noch wegbleiben“, erzählt Claudia Knauer.

Kein Gefühl von Unsicherheit

Am Dienstag gab die Regierung bekannt, dass unter anderem Büchereien ab dem 21. Mai ihre Kunden nicht mehr am Eingang auf einen gültigen Corona-Pass hin kontrollieren müssen. Trotzdem muss jeder Büchereibesucher auch weiterhin einen der bisher geltenden Nachweise auf Verlangen nachweisen können. Zudem ist es ab dem Zeitpunkt möglich, den Corona-Pass mit dem Nachweis der ersten Corona-Impfung, die mindestens 14 Tage zurückliegen muss, zu ersetzen.

Claudia Knauer freut sich, dass der Büchereibesuch künftig noch leichter und angenehmer für die Kunden wird. Bedenken, dass es durch den Wegfall von Einlasskontrollen unsicherer in Bezug auf die Infektionsgefahr in den Büchereien werden könnte, hat sie nicht.

„Ich habe dabei kein mulmiges Gefühl. Wenn die Regierung mit ihrer fachlichen Einschätzung sagt, dass man dies ohne Bedenken so machen kann, dann habe ich auch Vertrauen darin, dass es sicher ist. Und ich habe auch Vertrauen in unsere Kunden, dass niemand versucht, sich ohne Impfung oder negativen Corona-Test in unsere Büchereien zu schummeln“, so die Direktorin der deutschen Büchereien in Nordschleswig.

Bald wieder Veranstaltungen vor Ort

Neben den Lockerungen bezüglich des Corona-Passes wird ab dem 21. Mai auch das Versammlungsverbot geändert. So wird die Maximalgrenze in Gebäuden von 25 auf 50 Personen angehoben.

Das macht auch Claudia Knauer Hoffnung, dass künftig wieder physische Veranstaltungen in der Zentralbücherei in Apenrade und auch in den Zweigstellen in Tondern, Hadersleben, Sonderburg und Tingleff stattfinden können. Die am 26. Mai stattfindende Buchvorstellung über die Geschichte der Weißen Busse wird allerdings noch wie geplant online via Zoom durchgeführt. „Wir hoffen, dann vielleicht ab August wieder Leute bei Veranstaltungen im Haus Nordschleswig begrüßen zu können.“

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