Grenzkontrollen

Wirbel um japanische Autofahrerin

Wirbel um japanische Autofahrerin

Wirbel um japanische Autofahrerin

Krusau/Kruså
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Blaulicht Polizei
Foto: Rigspolitiet

Die dänische Polizei hat am Donnerstagnachmittag eine kuriose Kontrollsituation mit einer japanischen Autofahrerin beim Grenzübergang in Krusau erlebt.

Krusau/Kruså Als etwas nervös und verwirrt wird eine 41-jährige japanische Autofahrerin von der Polizei beschrieben, die Donnerstagnachmittag in Krusau die Grenze nach Dänemark passierte und sich angedeuteten Kontrollmaßnahmen entzog.

Die Frau wurde wenig später – nur einen Kilometer vom Grenzübergang entfernt – von einer Streife angehalten. Laut Pressemitteilung der Polizei verhielt sie sich dabei eigenartig. Sie verriegelte die Tür und setzte eine Sonnenbrille und ein Kopftuch auf. Durch das Fenster zeigte sie ein Stück Papier. Wie sich später herausstellte, stand dort auf Japanisch, dass sie nur Japanisch spricht.

Eine zweite Streife parkte hinter dem Wagen der Frau, um ein Davonfahren zu verhindern. Die 41-Jährige setzte dennoch zurück, fuhr in das hintere Polizeiauto und versuchte wegzufahren, so die Polizei. Beamte konnten das schließlich verhindern und nahmen die Frau zur Klärung des Sachverhaltes erst einmal fest.

Nichts Böses im Schilde

Mithilfe eines Dolmetschers, der telefonisch zugeschaltet wurde, stellte sich heraus, dass die Frau nichts Böses im Schilde führte und die Kontrollsituation offenbar nicht richtig eingeschätzt hatte. Eine Geldstrafe wurde ihr dennoch aufgebrummt. 4.000 Kronen muss sie wegen des Ignorierens der Kontrollstelle und wegen des Verstoßes gegen die Straßenverkehrsordnung bezahlen.

Der Vorfall ist auf dem Twitter-Account der Polizei kurz geschildert worden und hat dort für unterschiedliche Reaktionen gesorgt. Während Kontrollbefürworter an dem Ereignis nichts Verwerfliches sehen und sogar noch intensivere Kontrolle von Ausländern fordern, werfen andere der Polizei und letztlich dem Staat schlechte Gastfreundschaft und mangelndes Fingerspitzengefühl vor.

Am Freitag ließ die Polizei eine Pressemitteilung folgen, die den Vorgang näher beschreibt.

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